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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 376 -
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Seite - 376 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3

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376 L e b e r . den, und waren daher stets mit einiger Gefahr verbunden, indem man oft mit Grund befürchten mußte, der Schuldner würde früher oder später außer Stande seyn, seine Verbindlichkeiten zuzuhalten. Bey den Lebensversicherungsgesellschaften sinden diese Besorgnisse durchaus nicht Statt , denn sie sind einerseits vermög der großen Ausdehnung ihrer Geschäfte in der Lage, höhere Renten als jeder Privat zuzusichern, auf der andern Seite biethen sie dem Einlegenden durch ihr bedeutendes Unternehmungs-Capital eine in jeder Hinsicht beruhigende Sicherheit dar. Die Gesellschaft derAssicuraxioni^enerali Austro^Italiciie ge- wahrt außer der in ihrer Verfassung begründeten Sicherheit noch insbe- sondere den Vortheil, daß sie stets gerne bereit ist, jene Capitalien, welche sie von dem für eine Leibrente versicherten Theilnehmer empfängt, auf dessen Verlangen, mit pupillarischer Sicherheit anzulegen, so daß jeder Versicherte, während seiner Lebenszeit noch eine Bürgschaft mehr besitzt. Dieses Institut biether daher Jedermann ein sicheres einfaches Mittel dar , den nachtheiligen Einflüssen, welche er aus geänderten Zeitverhältnissen, Abnahme des Erwerbes, Tod oder andern Unglücks- fallen, für seine oder seiner Angehörigen Vermögensumstande zu be- fürchten hat, bey Zeiten durch eine kluge Fürsorge zuvorzukommen. Die Lebensversicherungsansialt sichert demjenigen, der bey ihr seine Erspar- nisse niederlegt, ein bestimmtes Einkommen, welches er nach Umstanden entweder sich selbst, oder einer andern von ihm bestimmten Person, die er versorgen will, zuwenden kann. Daß in Osterreich eine so wohlthä- tige gemeinnützige Anstalt nicht schon früher entstand, davon liegt der Grund hauptsächlich darin, daß zu ihrem Fortbestehen unumgänglich eine solide Grundlage, d, i. ein bedeutendes Capital, welches demjeni- gen, der ihr seine Ersparnisse anvertraut, hinlängliche Sicherheit bie- thet, erforderlich ist. — Diese Schwierigkeit wäre nun durch die in Triest bereits im Jahre 1332 unter der Firma: „Assicuraxioni (^e- n^raii Austro-Italicne" entstandene Actien-Gesellschaft gehoben, wel- che für die verschiedenen gesetzlich nicht untersagten Versicherungen, ein mehr als hinreichende Sicherheit darbiethendes Stamm-Cavital besitzt. In allen größern Städten der Monarchie sind ihre Agentschaften aufge? stellt (in Wien ist die General-Agentschaft); und es dürften solche selbst im Auslande errichtet werden. Leber, Ferd. Jos. Edler v. , k. k. Leibwundarzt und Pro- fessor, war den 31. Dec. 1727 zu Wien geboren. Er hörte die Gram- matikalclassen mit Erfolg bey den Plansten, und ward dann zu einem Wundarzt in die Lehre gegeben. — Zu L.'s großem Vortheil fügte es sich, daß gerade damahls die Lehrkanzeln des chirurgischen Studiums mit ausgezeichneten Meistern besetzt waren, in deren Schule er sich den theo- retischen Theil der Kunst auf das vollkommenste aneignete. Nach absol- virtem Curse kam der Jüngling als unentgeldlicher Practikant an das Dreyfaltigkeitshospiral. Von welchem Nutzen ihm dieser practische Curs war, erwies sich bey der 1751 mit ihm vorgenommenen strengen Prüfung um das Magisterium der Chirurgie, welche mit der einmüthigsten Appro-- bation sämmtlicher Examinatoren als höchst gelungen anerkannt wurde. In Folge dessen bewirkte ihm der berühmte vanSwieten kurz darnach
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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