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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 499 -
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Seite - 499 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3

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L. o u d o n. von Preußen zugesendet erhielt; weil der Courier, der eS überbringen solüe, während des Überfalls von Ootha war aufgefangen worden. — Daun's Oberbefehl begann mit dem Theresien-Ordenscapitel zu Ska, litz (imApril 1758), worin L. das Großkreuz erhielt, nachdem er bey der ersten Beförderung den Nittergrad erworben hatte. Bis zur Be- lagerung von Olmütz führte er den kleinenKrieg meistens mitVortheil. Der König mußte diese Belagerung aufheben, weil ihm mit den abge- nommenen Zufuhren das Mittel benommen war, sie fortzusetzen, und diesen Auftrag hatten L. und Stskowics durch die freylich blutigen Gefechte bey Domstadtl meisterhaft ausgeführt. Die leichten Truppen beunruhigten den Rückzug, wobey L. nicht wenig thätig war, aus Allem Vortheil zog, und wenn ihm Übermacht entgegenkam, dieser geschickt auszuweichen wußte. So zog er dem D aun'schen Heere voraus oder zur Seite, fiel endlich in die Mark ein, und nahm Pritz weg, das zwar nur nach alter Art befestigt, doch ein Sicherheitsort war, woraus seine Husaren bis vor die Thore von Frankfu rt a.d. O. streiften. Unter ermüdenden Neckereyen wetteiferten damahls beyde Heere in der Kunst unangreistiche Stellungen zu nehmen, bis es zum Treffen bey Hoch- kirchen kam. Wie vielen Antheil er am Plane gehabt, liegt im Dun- keln. Von der Ausführung sagte Daun in seinem Hofberichte: „Man muß diesen Sieg der Tapferkeit und Standhaftigkeit I. M. Truppen, besonders der Infanterie, wie auch den Gränizern unter Anführung des Generals L. zuschreiben." Er folgte ttun auch dem Könige nach dessen Abzüge nach Schlesien, seinem Heere immer im Rücken oder zur Seite, unter lebhaften immer erneuerten Gefechten, selbst unpäßlich, und ein- mahl in der nahen Gefahr gefangen zu werden. Die Krankheit, welche er seit dem Tage von H o ch k i r ch e n mit sich trug, brach mit aller Hef- tigkeit auf seiner Reise nach Wien aus, wo die dankbare und groß- müthige Mar i a Theresia den Mann zu sehen wünschte, der ihr so nützlich geworden war, und wo ein großer Theil des Publicums mit besserem Gefühl als bloßer Neugier seiner Ankunft entgegensah. Die Monarchen ehrten ihn mit dem Freyherrnstande des deutschen Reichs und der österreichischen Erblander; der berühmte van Swieten stellte seine Gesundheit her. — Im Frühjahr (1759) kehrte L. zu seinem Corps an der schles.Grcinze zurück, neue'Kraft athmend und unaufhaltsam in seinem Plane, sich durch die Niederlausitz mit den aus Polen in die Mark ein- dringenden Russen zu vereinigen. Die Schwierigkeit war so groß als der Zweck. — Die Vereinigung wurde durchgesetzt, und wenn die ver- schanzte und mit vielem Geschütz besetzte Stellung der Russen bey Kun- nersdorf vielleicht nicht ganz gut genommen war, so konnte doch L. aus dem Vortheile der seinigen hervorbrechen, und dem Treffen die Wen- dung geben, die es im Augenblicke, da der Sieg von den Preußen schsn erkämpft schien, wirklich genommen hat. Artillerie, kleines Gewehr, feuer und blanke Waffen hatten diesen Tag zum blutigsten des ganzen Krieges gemacht. Friedrich's Lage schien bedenklich. Der König berechnete den Geist, der das ruffische Heer leitete, damahls wohl nicht so zuverlässig, alsL., der denjelben bereits aus Erfahrung kannte, und den es sehr kränken mochte, die Folgen, welche der ertämpfte Sieg hätte
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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