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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 577 -
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Seite - 577 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3

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M a r m o r . . 377 bey S t . W^olfgang hinter dem Schwarzensee war sonst ein Marmor- bruch mit einer Marmorschleifmühle, die jedoch jetzt beyde aufgegeben sind. Das berühmte Grabmahl Kaiser Friedrich's I I I . bey S t . Ste- phan in Wien ist aus Salzburger M. verfertigt. — In Ty ro l gibt es ebenfalls viele Marmorbrüche. Weißer M. findet sich am Bren- ner, mitunter vou der größten Schönheit, ferner zuOberbera, Ster- z ing, Ahrn , bey Quadern nächst Meran u. s. w., rosenro- cherund bläulicher wird ebenfalls zu Oberberg gebrochen, schwarzer zu F reundsb erg unweitSchw atz, dannzuB ürs und Sch unpfau im Vorarlberg'schen, rother zu Weidr ing und am Lech, grauer bey Z i r l im Oberinnthal und bey Schoppernau im Vorarlberg'schen, rother und weißlicher in großer Menge bey T r i en t , vieler einfarbiger und bunter M. zu Mor i und B r e n t o n i c o . Erst neuerlich ent- deckte man vortrefflichen M. in unerschöpflicher Menge bey Pre- dazzo im Fleimsthale. Eine Art von Mergel-M. trifft man bey Arco, welcher ziemlich gute Politur annimmt, und unter Napoleon's Regierung stark nach Ma i l and verführt wurde, da man daraus die Statuen für das Pantheon arbeitete. — Steyermark liefert M. von den verschiedensten Abänderungen an Farbe und Feinheit. Merkwürdig ist der schöne weiße M. vom Bacher und aus den Wildalpen, dann jener von St . Lanibrecht, aus der Elsenau, den Admontergebir- gen:c. — I n I l l y r i e n wird ebenfalls vieler M. gebrochen, beson- dersgroß ist die Menge desselben, welcher in den Gebirgen südlich von der Dräu und in ganz Kram in zahlreichen Varietäten vorkommt. Von vor- züglicher Schönheit ist der opalisirende Muschel-M. aus Karnthen, der sich jedoch nur in geringer Menge vorfindet, und deßhalb meist nur zur Bereicherung von Mineraliencabineten gebrochen wird. Auch zu Sagrado unweit OradisEa findet sich M. mit zuweilen sehr in- teressanten Versteinerungen. Die Marmorbrüche in Istrien und auf den Felseninseln Brioni werden seit vielen Jahrhunderten benutzt, und lieferten die Bausteine für Venedig. Am Valentiniberge bey Gö'rz wird schöner ^öthlicher M. gebrochen, auch die Insel Veglia besitzt mehrere Marmorbrüche, soauchDuino, Castua:c. — InderLom- bardie gibt es M. in großer Menge. Häufig wird der schwarze M. und der sogenannte Occhiadino von Varen a, der weiße von Mus« so, der Muschel - M. von Tremezzo verarbeitet, edlen M. bricht man ober Mande l l o , bey V ig i u und a. O.; der schwarze M. von^T r e m o s i n e wird, da er eine sehr^fchönc Politur annimmt, häufig verschickt. Der M. von P iane l lo und Musso am Comersee ist ebenfalls berühmt, und gab die Steine zur Erbauung der Cathedral- kirche in Como. — Im V en e tianisch en besitzen die Provinzen Verona, Vicenza und Velluno den größten Reichthum an M. , zu S. Ambrogio und Romagn ano bricht man rothen M . , zu S. Giorgio rothen und gelben, zu Chiusa rothgeäderten, zu Lugo schwärzlichen und rötblichen mit Flecken, zu P iegara , Cerro und Preosa weißen, zuParagon schwarzen M.; viele andere Brüche wer- den nicht immer bearbeitet. Im Veronesischen findet man auch körnigew oder salinischen M. , welcher dem carrarischen ähnlich ist. — In Pöh Oestcrv. Nat. Encyll. Vd. 511. 27
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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