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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 634 -
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Seite - 634 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3

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i iAl m e l e g n a n o. — :n e l n l k. die beyden Kalkhöhlen Ostasevizza und Movrizza liegen. Erstere bildet große Wölbungen voll 80 Klafter Lange, 60 Klafter Breite und 50 Höhe. Letztere hat eine bedeutende Tiefe in den Berg hinein und ent, hält sehr schöne Trovfsteinbildungen. An der Nordseite der Insel ist der HafenPalazzo, einer der besten an den dalmatinischen Küsten, auch ent« hält sie hier und da noch Überreste von Gebäuden aus der ältesten Zeit. Melegnano (Marignano), lombard. Marktflecken in der De- legation M a i l a n d , mit einer steinernen Brücke über den Lambro und 4,000 Einwohnern. — König Franz I. von Frankreich gewann hier 1515 eine Schlacht gegen die Schweizer. Melk , ein kleiner Fluß in Niederösterreich, der vom Markte Melk seinen Nahmen erhalten hat, entspringt östlich von Scheibs in der Nahe des Starzberges, windet sich durch "in enges Thal, theils nordlich, theils nordöstlich hinab nach Oberndorf, wo dre Gegend sich bedeutend erweitert, setzt dann seinen Laus nordöstlich fort bis nach St . Leonhard, wo er sich in einer nicht unbeträchtlichen Krümmung nach Nordwest und in einer zweyten durch Berge eingeengten Krümmun.q wie« der nach Nordost wendet, bey Matzleinsdorf eine weitere Thalge- gend erreicht und sich in geringer Entfernung ober dem Markte Melk in die Donau mündet. Dieser Fluß hat im Ganzen eine Länge von 5 geograph. Meilen. Melk (Molk) , mederösterr. Marktflecken im V. O. W. W. an der Donau mit 1,200 Einw., dann einer auf einem felsigen Granithü« gel 1720—32 vonPrandau er neu erbauten prächtigen Benedictiner- abtey, welche das schönste Stiftsgebaude in Niederösterreich ist. Dieselbe wurde jedoch schon 934 von Leopold dem Erlauchten gegründet, und hat ein Gymnasium (von Kaiser Joseph I I . aufgehoben, jedoch 1804 wieder hergestellt), eine theologische Lehranstalt und ein Convict für arme Studirende. Die Kirche ist prächtig, die Bibliothek enthalt an 20,000 Bande und ist sehr reich an Handschriften und Urkunden aus dem 13. und 14. Jahrhunderte, auch eine nicht unbeträchltiche Münzen-, Mineralien- und Conchyliensammlung ist vorhanden. Der Ort selbst ist einer der ältesten und berühmtesten in der österr. Geschichte, schon die Römer sollen hier auf dem Felsen ihre Festung Nomare erbaut haben. M. war die Residenz der ersten Markgrafen aus demBabenber g'schen Ge- schlechte bis zu Le?vold dem Hei l igen und viele derselben, sowie auch St . Colo m an, liegen hier begraben. Das Stift besitzt sehr rei- che Dotationen und auch ein schönes Haus, Melkerhof genannt, in Wien. Unter den gelehrten Schriftstellern M.'s zeichnen sich aus:Pez, Hueber, Kröpf , Enk, Keibl ing er :c. (s. d.) . Melnik, böhm. königl. Leibgedingstadt im Bunzlauer Kreise auf einen Hügel am rechten Ufer der Elbe. Sie hat 1,37 l Einwohner, die si h mit Weinbau und einigem Handel beschäftigen. Der hier wachsende Wein ist der berühmteste in Böhmen. Es gibt weißen und rothen Melniker, letzterer ist der vorzüglichste, und kommt in sehr warmen Jahren, ge- hörig behandelt, dem Burgunder nahe, jedoch mit einem ihm eigenen lieblichen Geschmack; in weniger warmen Ichren hat er weniger Geist, und ist daher Personen, denen geistige Getränke nicht zusagen, seiner
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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