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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 458 -
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Seite - 458 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6

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458 G o l d . ffen, kaum mit dem Vergrößsrungsglase bemerkbaren gediegenen Gold- theilchen enthält, so wird alles durchaus gepocht und geschlämmt, um die erzigen Theile nach Absonderung der' erdigen Beymengungen in so- genannten Kies- und Silberschlichen in die Enge zu bringen, und das gediegene G. von den letztern abzuscheiden, welches G. dann Müblgold genannt wird. Das gewonnene G. wird meistentheils in der Kremnitzer Münze verarbeitet,-die durch die in ihr geprägten Ducaten durch ganz 'Europa berühmt ist.-^ In Böhmen, wo einst, alten Chroniken zu Folge, unermeßliche Quantitäten von G. ausgebeutet wurden, ist ge- genwärtig der Ertrag von geringer Erheblichkeit. Der Gold^au zu Eu- le, der nach'Balbin vordem in einem einzigen Quartale 300,000 böhmische Goldgulden geliefert haben soll, gewährt kaum mehr einen Schatten von Bedeutenheil j die Menge des G.es, die man noch heut zu Tage bey Eul e, Berg reichen stein und bey Gutwasfer nahe an Budweis gewinnt, ist durchaus nicht von Belang. Übrigens wird lauch in der Wottawa etwas Gold gewaschen. — Im Salzburger Kreise Österreichs ob der Enns ist der ehemahligereiche Bergsegen eben- falls fast ganzlich verschwunden, nur an einigen Orten, z.B. am Rad- hausberge in Gastein, am hohen Gsldberge in Raur i s , zu Hirz- bach in der ^usch, zu Schellg aden :c. besteht noch Ooldbau, aber mit geringer Ausbeute. B eck st ein, in dessen Poch - und Waschwerken, die 30—25 Wochen des Jahres im Gange sind, das im«Rodhausberge gewonnene Gold- und Silbererz gepocht und gewaschen wird, liefert gegenwärtig nicht mehr alöH5—40 Mark durch Amalgaminrung ausge- brachtes G. und in den Erzen und Schlichen bey 350—400 Mark goldi- sches Silber (wovon die Mark IH bis 2 Loth G. enthält). Die Schmelz- hütte zu Lend, die größbeim Lande, gibt jahrlich nur 450-^-525 Mark goldisches Silber (in der Mark 2 bis 2Z Loth G.), welches wie das vorige, nach Sa lzburg abgeführt wird. Die Goldwäscherey an der Salza und Gasteiner - Ache ist ebenfalls wenig ergiebig. — I n Steyermark findetman nur im Silber von Ebl ern und im San- de der Dräu etwas G . — I n Tyro l kommt theils gediegenes, theils vererztes G. , aber immer nursparsam eingesprengt, vor, man baut auf G. nur nochimZillerthalo und zwar am Hainzen- und Rohrberge und an der Scheibenwand, aber großtentheils mit Einbuße. Das, Metall wird mittelst Amalgamation der zu Schlich gepochten Erze ausgebracht, und die hierbey abfallendenHinwurfschlichein derHauprhütte zuBr ix legg verschmolzen. Die ebemahliqen Goldbauer am Patscherkofel, äm rechren Ufer des Inns und bey S t i l fs sind seit vielen Jahren aufgelassen, so wie auch die Goldwäscherey im Weerthale schon seit mehreren Jahren nicht mehr- betrieben wird. — In Kärnthen wurde edemayls stark auf O. gebaut, aber die Goldbergwerke bey Döl lach im Oberkirch- heimerthale und auf der Südseite der Tauernkette zwischen dem Glock- ner und den Malnitzertauern sind längst eingegangen, später ward noch am Fleußbache G. gewaschen, der sich bey Hei l igen blut in die Moll ergießt. — In Gal iz ien kommt nur in sehr unbedeutender Menge G. im Sandecer Kreise und als Fwßgold in der sogenannten gol- denen Bistricza bey Kir l ibaba vor. — In den übrigen Provinzen
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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