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Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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zur Europäischen Union für Pflegekräfte erleichtert wurden. Diese beiden Gründe wurden von mehr als der Hälfte der Pflegekräfte als sehr wichtig eingestuft. Betrachtet man die Gründe, die durchschnittlich mit mehr als 3,5 bewertet wurden, zeigt sich, dass nur einer dieser Gründe - Bericht über Erfahrungen in Österreich von anderen - das soziale Netzwerk im weiteren Sinn in den Vordergrund stellt. Auch der ökonomische Faktor - besserer Lebensstandard in Österreich - wurde als nicht so entscheidend angesehen. Vielmehr sind es die institutionellen Gründe, wie soziale Sicherheit, Aner- kennung der Qualifikationen, Möglichkeit, eine Arbeitserlaubnis zu bekom- men, und das funktionierende Gesundheitssystem und damit im Gesamten das Arbeitsumfeld, das entscheidend für eine mögliche Wanderung ist. Auch hier kann wiederum auf den Aspekt der temporären Wanderung verwiesen werden. In diesem Zusammenhang zeigt sich, dass die Möglichkeit, eine Fremdsprache zu lernen, auch beruflich Chancen bietet, die sich vielleicht später am heimischen Arbeitsmarkt ergeben. Nicht überraschend von die- sem Blickwinkel aus ist, dass das soziale Netzwerk - in Form von Kollegen und Familienangehörigen, die bereits in Österreich leben - eine untergeord- nete Rolle spielt. Aufgrund der Nähe der beiden Länder zueinander bleibt das Netzwerk in der Slowakei - unabhängig, ob temporär oder permanent gewandert wird - erhalten, wodurch es auf die Migrationsentscheidung selbst nur geringeren Einfluss hat. Schlussfolgerung Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die zukünftige Migration von der Slowakei nach Österreich vor allem von der Entwicklung des Lohnes für Pflegekräfte und der Entwicklung des Arbeitsumfeldes - auch im Zusam- menhang mit den Karrieremöglichkeiten und der Entwicklung des Gesund- heitssystems - abhängt. Beide Bereiche sind für Pflegekräfte sehr wichtig für die Entscheidung, ob sie in Zukunft wandern möchten oder nicht. Demnach ist vor allem in naher Zukunft für jene Pflegekräfte, die derzeit in der Slo- wakei relativ wenig verdienen, Österreich eine mögliche Alternative, vor allem dann, wenn Österreich seinen Arbeitsmarkt öffnet und weiterhin die Beschäftigungsmöglichkeiten (siehe Kapitel 6.1.1 und Tabelle 40) gegeben sind. 246
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Pflegekräftemigration nach Österreich Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien
Titel
Pflegekräftemigration nach Österreich
Untertitel
Eine empirische Analyse
Autor
Maureen Lenhart
Verlag
PETER LANG - Internationaler Verlag der Wissenschaften
Datum
2010
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
ISBN 978-3-631-75391-0
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
304
Kategorie
Medizin
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