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Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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und der Tschechischen Republik zu einem Ansteigen der erwerbsfähigen Bevölkerung, also jenen zwischen 15 und 64 Jahren. Dies würde wiederum dafür sprechen, dass gerade in den letzten 20 Jahren sehr wohl ein „demo- grafischer Druck" gegeben war. Ein weiterer Aspekt, der für die Wanderungsentscheidung relevant ist, ist je- ner der Beschäftigung. Den Ausgangspunkt der Untersuchung bildet hier die aktuelle Beschäftigungssituation. Die Analyse zeigt auf, dass gerade hier der Anteil in Österreich am höchsten ist. Ein extremes Gegenbeispiel ist hier Bos- nien und Herzegowina (siehe Tabelle 36). Relativiert wird diese Sichtweise jedoch vor allem von der Tatsache, dass die Teilzeitbeschäftigung - haupt- sächlich bei Frauen - in Österreich um ein Vielfaches höher ist als in den anderen Ländern. Es hat sich jedoch gezeigt, dass Pflegekräfte in Österreich, die im Ausland ausgebildet wurden, vermehrt vollzeitbeschäftigt sind (siehe Kapitel 5.3.6). Somit wird klar, dass trotz der unterschiedlichen Beschäfti- gungsstrukturen in den Herkunftsländern und Österreich dies keine Barri- ere darstellt. Pflegekräfte aus dem Ausland finden auch hier in Österreich die Möglichkeit einer Vollzeitbeschäftigung. Dies stellt die grundsätzliche Frage, inwieweit bessere Beschäftigungsmöglichkeiten in Österreich gege- ben sind. Die Zahlen haben gezeigt, dass in den Herkunftsländern in der Vergangenheit hohe Arbeitslosigkeit vorherrschte. Eine Ausnahme bildet, wenn auch nur bedingt, die Tschechische Republik (siehe Tabelle 38). Dem stehen offene Stellen in Österreich gegenüber. Aus individueller Sicht hat sich dieser Grund vor allem für permanent migrierende Pflegekräfte nach den historischen Brüchen herausgestellt. Dabei scheint es weniger entschei- dend, ob die Beschäftigungsmöglichkeiten in einem Krankenhaus oder in einem Alten-oder Pflegeheim gegeben sind (siehe Tabelle 68). Die zwei letzt- genannten Aspekte spielen mehr für temporär migrierende Pflegekräfte eine Rolle, die auch generell die besseren Arbeitsmöglichkeiten in Österreich als Grund angaben (siehe Tabelle 67). Weitere ökonomische Faktoren, die Bedeutung in der Migration haben, sind die besseren Verdienstmöglichkeiten und der besserer Lebensstandard. Ersteres zeigt sich vor allem aufgrund der großen Lohnunterschiede auf Makro-Ebene. Dieses Argument kann auch in weiterer Folge auf Mikro- Ebene bestätigt werden. Eine Ausnahme bilden hier die Migrationsströme, die vor den historischen Brüchen stattfanden und im Speziellen von den 248
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Pflegekräftemigration nach Österreich Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien
Titel
Pflegekräftemigration nach Österreich
Untertitel
Eine empirische Analyse
Autor
Maureen Lenhart
Verlag
PETER LANG - Internationaler Verlag der Wissenschaften
Datum
2010
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
ISBN 978-3-631-75391-0
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
304
Kategorie
Medizin
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