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1357 Robotik in der Pflege aus pflegewissenschaftlicher Perspektive im Zusammenhang mit neuen Arbeitsprozessen und Aufgabenverteilungen zwischen Mensch und Maschine zu denken. Hinzu kommen sozialkommunikative Kompeten- zen, die etwa in Kontexten der Pflegeberatung im Umfeld eines Technologieeinsatzes von Bedeutung sind, aber auch emotionale Kompetenzen, etwa die Befähigung, im Umgang mit emotionsstimulierenden robotischen Systemen professionelle Distanz zu bewahren. Eine zentrale Kompetenz wird – sollte der Einsatz von Pflegerobotik zukünftig tatsächlich zur Option werden – darin liegen müssen, dass Pflegende refle- xiv zu einer situationsgerechten Verwendung der Systeme in der Lage sind, das heißt also insbesondere entscheiden können, wann der Einsatz von Pflegerobotik gerecht- fertigt und fachlich legitim ist, wann dies aber ggf. auch nicht der Fall ist. Heraus- forderungen, auch darauf verweist die Studie „ePflege“, sind weiterhin im Bereich der Forschungsförderung und der Technikentwicklung zu bewältigen: Ansätze einer partizi- pativen Technologieentwicklung sind bereits seit längerem in Diskussion, müssen aber insbesondere unter methodischen Gesichtspunkten konsequent weiterentwickelt wer- den, um einen Paradigmenwechsel von der technischen zur soziotechnischen Innova- tion zu erreichen und dabei auch den Ansprüchen einer technologischen Unterstützung von komplexen „Pflegearrangements“ gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang sind auch Ansätze einer prospektiven ethischen Bewertung des Robotereinsatzes in der Pflege zu berücksichtigen (vgl. Depner und Hülsken-Giesler 2017). 7.5 Fazit und Ausblick Das Thema Pflegerobotik gewinnt international wie auch in Deutschland an Bedeutung. Der Entwicklungs- und Forschungsstand verweist dabei einerseits auf einen unzureichenden Erkenntnisstand in Bezug auf die Rahmenbedingungen und die Effekte eines Einsatzes von Pflegerobotik, andererseits ist aber deutlich erkennbar, dass die spezifischen Charakteristika des professionellen pflegerischen Handelns als personen- bezogene Dienstleistung bislang kaum angemessen adressiert werden. Dies kann ggf. als ein Hinweis darauf gelesen werden, dass die massive politische Förderung von Pfle- gerobotik in Europa letztlich nicht darauf abzielt, die spezifischen Bedarfe, Bedürf- nisse und Besonderheiten in den verschiedenen Handlungsfeldern der Pflege (stationäre Akutpflege, stationäre Langzeitpflege, ambulante Pflege) zu adressieren, sondern die gesellschaftliche Debatte um die Herausforderungen der demografischen Entwicklung dafür zu nutzen, technologische Lösungsoptionen für soziale Problemlagen handlungs- feldunspezifisch zu erproben. Für die Pflege und Pflegewissenschaft wird eine wichtige Aufgabe darin bestehen, immer wieder auf die spezifischen Problemlagen und Besonder- heiten in der Pflege zu verweisen und entsprechende Entwicklungen und Bewertungen einzufordern, zu unterstützen und gesellschaftlich zur Diskussion zu stellen.
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Pflegeroboter
Titel
Pflegeroboter
Autor
Oliver Bendel
Verlag
Springer Gabler
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-658-22698-5
Abmessungen
17.3 x 24.6 cm
Seiten
278
Kategorie
Technik
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