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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Urheberrecht und offene Lizenzen im wissenschaftlichen  Publikationsprozess 133 von zwölf Monaten seit der Erstveröffentlichung in der akzeptierten Manu- skriptversion öffentlich zugänglich zu machen, soweit dies keinem gewerb- lichen Zweck dient. Die Quelle der Erstveröffentlichung ist anzugeben. Eine zum Nachteil des Urhebers abweichende Vereinbarung ist unwirksam.«24 Die Aneinanderreihung mehrerer Einschränkungen erfordert einen etwas genaueren Blick auf diesen Paragrafen. Zunächst einmal macht diese Be- stimmung des Urheberrechts eine »zum Nachteil des Urhebers abweichen- de Vereinbarung«, wie zum Beispiel die zuvor erwähnte Übertragung des Werknutzungsrechts im Rahmen eines Verlagsvertrages, unwirksam. Sie erlaubt hingegen, einen wissenschaftlichen Beitrag frühestens 12 Monate nach der Erstveröffentlichung öffentlich zugänglich zu machen. Um den Paragra- fen für sich geltend machen zu können, muss die Urheberin bzw. der Urhe- ber jedoch eine Reihe von Anforderungen erfüllen: Zunächst muss sie bzw. er dem wissenschaftlichen Personal einer mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln finanzierten Forschungseinrichtung angehören  – eine Bedingung, die für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an öffentlich finanzierten Bildungs-, Forschungs- und Gedächtnisinstitutionen leicht zu erzielen ist, jedoch überwiegend privat geförderte Forschung und auch Personal in all- gemeinen Dienstverhältnissen ausschließt. Hinzu kommt, dass der Beitrag in einer »periodisch mindestens zweimal jährlich erscheinenden Sammlung erschienen« sein muss, also mit gewisser Regelmäßigkeit. Einzelpublika- tionen (thematischer Sammelband) oder Beiträge in seltener erscheinenden Zeitschriften oder Jahresberichten sind von dieser Regelung nicht erfasst. Schließlich darf die Zweitveröffentlichung keinem gewerblichen Zweck die- nen. Die Veröffentlichung in einem institutionellen Repository oder auf der Open-Access-Publikationsplattform einer Institution  – z.  B. dem unipub- Publikationsserver der Universität Graz25  – wird dadurch jedoch möglich. Allerdings darf der Beitrag nur in der »akzeptierten Manuskriptversion« veröffentlicht werden, also in der letzten von der Autorin bzw. dem Autor eingereichten Version, ehe der Beitrag vom Verlag gesetzt und gelayoutet wurde. Trotz dieser Einschränkungen stellt die gesetzlich eingeräumte Möglich- keit zur Zweitveröffentlichung einen Meilenstein in der österreichischen Ur- 24 UrhG §  37a. 25 https://unipub.uni-graz.at/
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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