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Richard Schaukal in Netzwerken und Feldern der literarischen Moderne
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mache:„Eins freilichverstehe ichnichtganz:warumhateinKünstler IhrerGröße und Überlegenheit eine solche Härte für die Jugend dieser chaotischen Zeit? WarumhatnebenIhremNeinzurUnreifenichtaucheinewärmendeFreundschaft fürdasschwerReifende(wiekönntees indieserZeitanderssein!)Platz?“245 DerKrystall-Verlag, beidemauchSchreyvoglGedichte veröffentlichte, setzte mitdem1938publiziertenBekenntnisbuchösterreichischerDichter, indemüber70 AutorinnenundAutorendensogenanntenAnschlussÖsterreichsanNazideutsch- land begrüßten, seinen unrühmlichen Schlusspunkt. Zu den Beiträgern, diemit Schaukal (der darin nicht verzeichnet ist) in Kontakt standen, zählen neben Sacher und Schreyvogl auchWilhelm Franke, Franz Karl Ginzkey (1871–1963), Rudolf List (1901–1979), Max Mell (1882–1971), Franz Staude (1886–1947), Karl HansStrobl (1877–1946),FriedrichWinterholler (1882–1945)und JosefWeinheber (1892–1945).246 5 Vereine,VerbändeundOrganisationen VordemErstenWeltkrieg erstreckte sich SchaukalsAgieren im literarischenFeld inersterLinieaufdasdeutscheKaiserreich. ImGegensatzzuHofmannsthalwurde ernicht indiebekanntenWienerSalonseingeführt,diezuBeginndes20. Jahrhun- derts auch für Dichter von erheblicher netzwerkstrategischer Bedeutung waren. ZwarstandermitMarievonEbner-EschenbachundFerdinandvonSaar inVerbin- dung, doch begünstigten diese Kontakte keineswegs seine Karriere als Beamter oderSchriftsteller. In Schaukals Briefen anHugo Salus, HermannHesse undMax Brod kommt dessenAbneigunggegeneigeneDichterlesungenundgegendiebloßeTeilnahme andenVorlesungenandererDichter in literarischenGesellschaftenundKünstler- vereinigungen immerwieder zurSprache.DochwährenderVortragstätigkeiten in Österreich-Ungarnmied, reiste er für solcheZwecke sehrwohlnachDeutschland. Besonders hervorzuheben ist hier HerwarthWaldens Einladung nach Berlin, die denVerfasser des erfolgreich lanciertenAndreas vonBalthesser vor einDilemma stellte.Walden bat Schaukal, am 28. November 1907 für den im Salon von Paul Cassirer (1871–1926) zusammenkommenden ‚Verein fürKunst‘ausseinemDandy- buch vorzulesen.247 Schaukals Antwort aufWaldens Schreiben vom 3. Juli 1907 blieb zunächst aus. Daraufhin wiederholte Walden am 15. Juli mit der Bitte 245 BriefSchreyvoglsanSchaukal, 16.Februar1926,S-NL,WB. 246 Vgl. Hall: Krystall-Verlag (Wien-Leipzig). Online: http://verlagsgeschichte.murrayhall. com/?page_id=348(zuletztaufgerufenam31. Juli 2019). 247 Vgl.denBriefWaldensanSchaukal, 3. Juli 1907,S-NL,WB. 5 Vereine,VerbändeundOrganisationen 155
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Richard Schaukal in Netzwerken und Feldern der literarischen Moderne
Titel
Richard Schaukal in Netzwerken und Feldern der literarischen Moderne
Autor
Cornelius Mitterer
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-061823-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
312
Kategorien
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