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Die schwierige Versöhnung - Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
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253 Von der Annexion bis zum Beginn der faschistischen Ära: die italienisch- österreichischen Beziehungen und Südtirol ANDREA DI MICHELE Freie Universität Bozen 1915 trat Italien in den Ersten Weltkrieg ein. Das Land hatte sich ehrgeizige Ziele gesetzt und strebte danach, sich von einer mittleren Macht am Rande der internationalen Bühne zu einer für das Gleichgewicht Europas maßgeb- lichen Großmacht zu entwickeln. Im Londoner Vertrag vom April 1915 wa- ren alle Eroberungsziele Italiens im Detail erläutert. Ganz oben auf der Liste standen die italienischsprachigen Gebiete der Habsburgermonarchie. Die Abtretung dieser Gebiete an Italien sollte das Ende des langen italienischen Einigungsprozesses besiegeln. Unter den territorialen Forderungen Italiens befand sich aber auch die Wasserscheide am Brenner und in Julisch-Venetien. Dadurch hätte Italien nicht nur die italienischsprachigen Gebiete der Habs- burgermonarchie annektiert, sondern – militärisch gesehen – auch sichere Grenzen erhalten, was aber die Einverleibung anderer Volksgruppen, wie der deutschsprachigen, slowenischen und kroatischen, bedeutete. Durch sei- ne ambitionierten Eroberungsziele in Dalmatien, Albanien, dem Dodekanes, Anatolien und Afrika wollte sich Italien außerdem im adriatischen Raum als Hegemonialmacht etablieren, um eine Hauptrolle auf der internationalen Bühne zu spielen.1 Bei der Unterzeichnung des Geheimvertrags mit der Entente ging Ita- lien davon aus, dass die Mittelmächte auch nach einer Niederlage eine wich- 1 Leo Valiani, La dissoluzione dell’Austria Ungheria (Milano 1966); Maria Grazia Mel- chionni, La vittoria mutilata. Problemi ed incertezze della politica estera italiana sul finire della Grande Guerra (ottobre 1918‒gennaio 1919) (Roma 1981); Marina Cattaruzza, L’Italia e il confine orientale (Bologna 2007); Luciano Monzali, La politica estera italiana nel primo dopoguerra 1918‒1922. Sfide e problemi, in: Italia contemporanea 60 (2009) 379‒406.
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Die schwierige Versöhnung Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Titel
Die schwierige Versöhnung
Untertitel
Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Autoren
Andrea Di Michele
Andreas Gottsmann
Luciano Monzali
Herausgeber
Karlo Ruzicic-Kessler
Verlag
Bozen-Bolzano University Press
Ort
Bozen
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-88-6046-173-5
Abmessungen
16.0 x 23.0 cm
Seiten
616
Schlagwörter
20. Jahrhundert, Österreich, Südtirol, Italien, Geschichte
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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