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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 781 -
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Seite - 781 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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VII.3 Oberösterreich: Freistadt – Bürgerspital (Edition Nr. 98–103) 781 dienner umb hülff zuersuechen hat. Betreffendt den außzechentner, weillen jezo mehrer alß vorhero auß zuzechneten ist, soll er ime für seinen lohn biß zu enndt des außzecheten und seiner hülff zum aufladen geben drey gulden anderthalb mezen korn, zway viertl waiz, zway viertl gerssten und ain par schuech, auch so lanng es werth, ain halben emmer pier und zu drey pfundten vierzechen laibl brodt. [/] [11.] Es solle auch zum ailfften spitlverwalter sich wegen verkhauffung allerlay traidts järlichen bey ainem ersamben rath umb den tax schrifftlich anmelden, damit er sollichen seiner raittung beylegen khann, sonderlich (weill fast jerlich über des spitals notturfft und der statt dreyssig mezen gersten) mehrers verhannden, ob man selbe zum spital vermelznen, über der spitaller prau pier verpreuen, das pier verkhauffen, das malz oder gerssten ohne verpreuung zu des spitals mehrern nuzen hinweckh geben lassen wolle. [12.] Zum zwelfften ist ain ersamber rath gedacht wegen der in dem urbari [/] unrichtigen dienst, der sachen besser auf den grundt zu sechen und eheistens ain anders urbari aufzurichten. Undter dessen aber solle sich herr Edlinger deß von dem gewessten spitlverwalter empfangenen geförtigten urbarii zubetragen und dahin zu sechen haben, damit die dienst und anders sowollen die ausständt eingebracht werden. Da sich jemandts verwaigert, hat er sich bey herrn burgermaister umb hülff anzumelden und alßdann alle die diennst und dergleichen, was er nit einbringen khünen, dem khonfftigen spitlverwalter zu übergeben oder bey ainem [/] ersamben rath, was gar nit einzubringen ist, umb ratification anzuhalten. Damit auch schließlichen offt ermelter herr Edlinger von dem spital für seine treüe dienst (massen ain ersamber rath das verthrauen zu ime sezt) etwas ergözlichkheit habe, alß sein ihme für sein besoldung vierundzwainzig reichstaller in raittung einzufüehren bewilligt, deß versechens das er, und khönfftige spitlverwalter, damit zufriden und der mehrern belohnung von Gott dem herrn in undterlassung aber, aller des spitalls wollfardt und aufnemben der straff zugewartten haben werden. Und behölt im ain ersamber rath [/] dise Abb. 114: Freistadt; Bürgerspi- talkirche (Johannes der Täufer) an der Linzer Straße aus dem 14. Jahrhundert; 1789 profaniert (seit 2000 nicht mehr als Kirche verwendet) (Quelle: http:// commons.wikimedia.org/wiki/ File:Johanneskirche_Freistadt. JPG; Zugriff: 29. August 2013).
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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