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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 825 -
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VII.4 Oberösterreich: Lambach – Klosterspital (Edition Nr. 104–105) 825 dem [/] closster Lambach zu dankhen haben, alsa istb ihreb schuldigkheitc, daßd alle und jede spitällerd des clossters göttlichen seegen, jedes regierenten herrn praelathen und dero lieben conventualen zeitliche unnd ewige wohlfahrt, täglich ine ihren gebetten, sonderlich so offt sye den heil(igen) rosenc(r)anz bettene, Gott andechtig bitten,f lobeng unnd dankhen sollenh. Auch was mann etwan dennenselben (sowohl männern als weibern) mit spünen unnd anderer arbeith, so sye verrichten khönnen, anbevelchen wirdt, sich willig gebrauchen lassen. Gemain oder armbeshauß betr(effend) [13.] Erstlich sollen die inwohner in dem gemain haus ebenfalls ain auferpauliches frombes leben führen unnd besonnders neben dem h(eiligen) gebett die christliche lieb und ainigkheit ihnnen angelegen sein lassen, warauf hiesige spittalmaisster gleichermassen genaue obsicht zutragen haben, ob solchen nachgelebt werdte; zu dessen mehrerer befüerderung vors [14.] anderte der hiesige ordinari petlrichter selbigen [/] armben leuthen vor einen vorgeher aufgestelt wirdt, und sye vorderist zu tagszeit und in winter in ainem zimmer in guetem fridten beysamben wohnnen und von dennen spittalmaisstern vor ain winterholz vier claffter scheitter zuempfangen haben sollen. [15.] Drittens soll ain gewisses zimmer vor pilgram unnd andere armbe leuth, so übernachten wollen, beraith sein unnd, zum fahl etwann einige krankhe dahin gebracht wurdten, seyen selbige inwohner schuldig, solchem krankhen mit aller lieb zu dienen und auszuwartten. [16.] Schliesslichen werdten sowohl manner als weiber, was ihnen zu arbeithen anbevolchen wirdt, dem bevelch gehorsamblich zu volziechen wissen. [/] Die spittallmaisster betr(effend) [17.] Erstlichen sollen dieselbe, sonnderlich welcher mit der cassa unnd spittl raittung weniger zuthuen hat, fleissig nachsechen, ob die spittalleuth alle die vorbeschribenen gesaz beobachten, unnd in gezimmerter gottesforcht auch fridt unnd ainigkheit sich sambentlich verhalten thueen. Wie dan in [18.] anderten zu erhaltung bösserer ordnung ainen aus denen spittällern, so beschaiden, auferpaulich unnd verständtig, als ainen vorgeher denen anderen vorstellen, welchen die übrige spittäller in beobachtung diser verfassten instruction bey straff der exclusion in allem zu gehorsamben schuldig sein. [19.] Drittens sollen die spittalmaisster sambt dem spittall vorgeher jedes quarthall in der cannzley erscheinen unnd von allem, wie es in dem spittall unnd armbenhaus beschaffen, ob nemblichen die stifftung unnd instruction in allem punctuall beobachtet wordten, warhafften bericht erstatten. Vors [/] [20.] viertte werdten die spittalmeisster von anno 1691 an jedes jahr ordentliche a Folgt getilgt sollen alle und jede spittäller aus tragenter. b–b Am linken Rand nachgetragen. c Folgt getilgt vor. d–d Am linken Rand nachgetragen. e–e Am linken Rand nachgetragen. f Folgt getilgt betten. g Über der Zeile nachgetragen. h Von anderer Hand eingefügt.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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