Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Medizin
Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 903 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 903 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

Bild der Seite - 903 -

Bild der Seite - 903 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

Text der Seite - 903 -

VIII.7 Niederösterreich: Wiener Neustadt – Bürgerspital (Edition Nr. 136–142) 903 tischgebett unndt danckhsagungen verrichten, wie dan auß denselben alle monath ain persohn von dem spittalmeister verorndt werden, welche denen andern vorbetten solle. [8.] Zum achten sollen sie bei dem esßen fein, sauber, zichtig und ehrsamb esßen, auch an deme, was ihnen jedesmalß zu esßen unndt trinkchen fürgesetzt wirdt, vor lieb unndt guett nemben und darwider nit murren. So jemandt in das spital den fukhtualy oter gekhochte speis hinein geben, wurte unter ain anter in gebart des spitlmaisters treilichen ausgetailt, damit aines sobol als das anter sein gepraten tail entpfacht undt khain fortl gepraucht werte. [/] [9.] Neundten sollen dise spitaller alle tag die frue oder ander meß in der alhieigen thumb und pfarrkhirchen hören, auch sonsten untera tags die andern khirchen und gottßheüser besuchen und ihre gebetter verrichten. [10.] Zehendten ann Sonn- und feiertagen sollen sie (wan es anderster leibß schwacheit halber gesein khan) dem heyligen wort Gottes der prediger beywohnen und nach demselben ihr leben anstellen. [11.] Ailfften sollen sich alle diejenigen, so inn dem spittal sein, eines fromben, erbarn, gottseeligen leben und wandels sich befleisßen, insonderheit aber vor den greilichen lasstern des greinen, zanckhen, rauffen, gottslestern, voltrinckhen, unzucht, beedes in geberden und werckhen, auch allen andern ubeln, sovil müglich, hietten, wieb auch, das sie sich deß in den burgerlichen offnen kellern sitzen und trinckhenb, aufc das sie hiemit niemandts ärgernus gebend, so wole auch aller gelegenheit und orth zusindigen gentzlichen enthalten. [/] [12.] Dann zum zwölfften, allen denen verstorbnen, reich und armen, sollen sie das glaidt zu grab geben unndt mit ihrem eifferigen gebett der verschidnen seelen Gott befehlen. [13.] Dreyzehendten wo einß oder das ander einen khranckhen, armen und trostlosen menschen auff der gasßen findt, soll er dem selben, sovil miglich, auß christlichem mitleiden helffen, auch alßbaldt herrn superintenten oder spittalmeistern andeiten. [14.] Viertzehendten sollen alle undt ein jeder insonderheit dem herrn spittal superintententen allen respect und ehr erweisen, wie nit weniger denen spittalmeistern allen gebierlichen gehorsamb leisten und daß jenig, was er einen jeden befilcht zuthon, fleißig verrichten. [/] [15.] Funfftzehendten so einß oder das ander mann- oder weibßpersohn, der also sein leben inn diesen spittal verzöhret, etwa vor seinem ableiben seines zeitlichen vermögens halben, es sei nun wenig oder vil, testiern wole, der selbe wirdt auß christlicher fürsichtigkheit dahin ermahnet, daß er solch, sein verlasßung zu besagt dißem spittal ordne undt schaffe, in bedenkchung er nit allein von demselben undt desßen einkhommen alle guet und wohlthaten empfangen, sondern auch auf daß hernach andern armenf christen desto reichlicher mitgetheilt werden möge. [16.] Sechzehendten, da jemandt unter dißen spittalleüthen obbeschribner articeln und puncten einen übertretten und denen muetwilligg und fürsezlichg zuwider handlen a Folgt wegs, getilgt. b–b In linker Spalte nachgetragen. c Folgt daß und, getilgt. d Folgt sich dessen ..., getilgt. e In linker Spalte nachgetragen. f Über der Zeile nachgetragen. g–g In linker Spalte nachgetragen.
zurück zum  Buch Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2"
Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Spital als Lebensform