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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 958 -
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Seite - 958 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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958 IX.1 Wien: Wiener Bürgerspital (Edition Nr. 144–190) unndt vor dem pindtknecht wochent(lich) 36 xr., item für kost sowohl für ihme alß dem pindtknecht jähr(lich) 220 fl. sambt 4 claffter hart unndt 4 claffter waichen holz, wie auch ain stockh salz, jede curzeit ain emer von herren spitlmaisters tischwein unndt 4 lb. gärnene inßletz körzen, wie nicht weniger für den pindtknecht täg(lich) in der cur ain solche körzen, ausser der curzeit aber monatlich für ihme 1 lb. dito, im übrigen wann er sich wohl halt unndt verdient macht, hatt er forderist die belohnung von Gott, sodann guete befürderung nach gelegenheit zuerwardten. Zu urkhundt dessen dato. Nr. 152 Instruktion für den Bürgerspital-Arzt im Wiener Bäckenhäusel. Wien, 1720 Juli 1 Archiv: WStLA, Bürgerspitalakten, Fasz. LVI (A 73) (Konzept). Instruction eines arztens in dem neuauffgerichten kranckhenhauß vorhin sogenannten Beckhenhäußl in der Währingergassen, wessen er sich in seinen dienst verrichtungen zu verhalten habe [1.] 1mo Solle er mit allen gehorsamb unndt respect denen herrn superintendenten, spitlmaister unndt gegenschreiber unterworffena unndt waß ihme von selbigen in billichen sachen anbefohlen wirdt, demselben ohnwaigerlich nachzuleben verbunden seyn. [2.] 2do Weillen ihme mit beyhilff eines adjungirten pindtknechts die cur undt haillung der armen schafthafften, so in ermeltes krankhenhauß komben, anvertrauet ist, alß solle er demselben getreuesten fleisses vorstehen, auff ankunfft aines oder des andern patienten mit dem herren ordinario conferieren unndt nach dessen guet befinden oder ordination die cur an demselben vornehmen, auch dahin sehen, damit dieb von dasigen herrn physico verordtnende aderlässen, vesicatorien unndt derg(leichen) ohne anstanndtc applicirt unndtb die patientend hierdurch nicht verkürzet werdene, oder aber durch dessen nachlässigkeit aus einen kleinen [/] undt geringern ein grosser undt ohnheylbahrer schadtenf entstehen möchte, folglich seine arbeit, kunst undt fleisß einem jedwederen patienten solcher gestalten anwenden, daß selbe aus dem fundament curirtg unndt sodann aus des armen hauses brodt nachh deren genesung gebracht werden, darbey solle er sowohl alß sein pindtknecht (dem er alles fleisses nachzuschauen hatt) sich nicht unterstehen, einigen kreuzer verehrung von denen patienten abzufordern, sondern daß benöthigte gegen seiner besoldungi treulich verrichten, es wäre dann sach, daß ein oder anderer a Folgt seyn, getilgt. b–b In linker Spalte nachgetragen. c Folgt vorgenohmen, getilgt. d Folgt so viel möglich auß dem fundament curirt worden, getilgt. e Folgt noch ter, getilgt. f Folgt unverschont, getilgt. g Folgt werden, getilgt. h Folgt deren, getilgt. i Folgt dargeben, getilgt, unsichere Lesart.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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