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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 1043 -
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Seite - 1043 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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IX.1 Wien: Wiener Bürgerspital (Edition Nr. 144–190) 1043 geben, das die khüel nit verruckht oder in den orth, wo der haimbstaab eingehet, etwas fürgestreckht werde. [14.] Vierzehentens solle er, remanenzer, allzeit bey abwögung des geschlacht und abgetötdten viechs (als oxen, khüe, kälber und schaff) in der zueschrott gewärtig sein, und das gewicht hievon fleisßig auf notiren, hierüber aber zu endt des jahrs dem zueschroter zu beleg- und verificierung desßen raittung eine geferttigte specification einhendigen. [15.] Funffzehentens so hat er täglich abents im sommer [/] umb 9 (und im winter umb acht uhr) mit dennen andern officiern (als ambtschreiber, oberkellner und schaffer) im spital visitiren zu gehen, umzusehen ob die thörr recht gespört, in kellnerey und pfisterey sich niemandt frembter aufhalte, auch daß feur und liecht recht verwahrt seye, umb solches dem herrn spitlmaister mit einhendigung der thörrschlüßl nachmahls zu referieren. [16.] Sechzehentens er, remanenzer, aber ist nicht allein deme, was hieoben stehet, fleissig nachzukhommen verbundten, sondern auch alles das jenige, was er sonst dem armen hauß nuz und erspriesßliches zu sein befindet, zu thuen schuldig, desßen nuzen zu befürdern und schaden zu wenden, wie solches einen threyen dienner zuestehet, und er am jüngsten tag zu verandtwortten wisßen wierdt. [17.] Sibenzehentens da er auch wider diße instruction handlen oder dem armen hauß schuldig bleiben solte, solle er desßenthalben vor denen herrn superintendenten und spitlmaister oder einen löblichen stattrath zu stehen und alda red und andtwortt zu geben haben, das er auch deme allem gehorsamblich nachkohmben und dem armen hauß threu und redlich diennen wolle, [/] desßentwegen soll er vor dennen herrn superintendenten und spitlmaister ein ordentliches jurament ablegen, aucha zu allwerttiger versicherung dem spital annehmliche caution laistena. [18.] Achtzehentens damit er aber auch wisße, was er für solche sein verrichtung zur besoldung habe, ist solche des jahrs ainhundertb gulden, sein cosst hat er mit dem herrn spitlmaister und täglichen ain masß officier wein, benebens wan er sich wohl helt und verdient macht, hat er forderist die belohnung von Gott und sodan guete befürderung nach gelegenheit zuerwartten. Zu urkhundt ist diße instruction mit des burgerspitals gewöhnlich müttern signet geferttigt und von dennen herrn superintendenten und spitlmaister aigenhendig unterschriben, nichtweniger auch selbige von dem remanenzer geferttigter bey gem(eine)r statt buchalterey gleichlauttent gelasßen worden. Actum Wienn, den 7.c Novembris 1709c. Augustin v(on) Hierneiß, superintendens, mpria. Paul Schmuderer, superintendens, mpria. Nr. 185 Instruktion für Franz Xaver Joseph Haffner, Bürgerspital-Grundschreiberadjunkt in Wien. Wien, 1728 Dezember 24 Archiv: WStLA, Bürgerspitalakten, Fasz. LVI (A 73) Rückvermerk: Instruktion, wie und auf waß weiß sich der bey dem wiennerischen burger- a–a Im Original unterstrichen. b Von anderer Hand eingefügt. c–c Von anderer Hand eingefügt.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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