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Die Universität Innsbruck in der Ära der Thun-Hohenstein’schen Reformen 1848–1860 - Aufbruch in eine neue Zeit
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11.3. DANKADRESSE DER INNSBRUCKER UNIVERSITÄT ANLÄSSLICH DES RÜCKTRITTS LEO THUNS 501 Werth besitzen, und daß ihre Pflege auch für den Aufschwung des staatlichen Lebens von entscheidender Bedeutung sei: hängt ja die reale Macht der Staaten so innig mit der Entfaltung geistiger Kraft und dem Vorschreiten wissenschaftlicher Einsicht zusammen. Darum haben Eu. Exzellenz für die Gründung von Unterrichts-Institu- tionen gesorgt, welche die möglichste Ausbildung des Geistes begünstigen, um alle Güter einer gesunden läuternden Kultur über unser großes Vaterland auszubreiten. Das Leben der Universitäten wurde diesem Ziele gemäß erneut und ihm eine neue Form verliehen, welche innerhalb des Kaiserreiches schon ehrenvoll die Probe der Erfahrung bestanden hat, so wie sie in den Deutschen Bruderländern durch alte, ehrwürdige Traditionen geheiligt ist. Was unter dieser, ihres Zieles klar bewußten Leitung nicht nur für die Universitäten, sondern insbesondere auch für die so wichti- gen Mittelschulen geschaffen worden ist, trägt die Gewähr fortdauernd segensreicher Wirksamkeit in sich; denn die gegründeten Institutionen wurzeln in den richtig er- kannten Kulturbedürfnissen der Gegenwart und sind umgeben von der freudigen Zu- stimmung derer, die ihr Leben der Pflege der Wissenschaft widmen oder überhaupt den Werth geistiger Güter und die Bedingungen ihres fruchtbaren Wachsthums wohlwollend beurtheilen. Zeugniß für den Werth dessen, was seit zwölf Jahren für den Unterricht geschaf- fen worden, gibt das gesteigerte geistige Leben und die rege literarische Thätigkeit Oesterreichs, das sich heute mehr als je auch produktiv am wissenschaftlichen Ver- kehre betheiligt; Zeugniß mag aber auch der Umstand geben, daß die Träger des öffentlichen Unterrichts ihrem Chef am Tage seines Scheidens noch mit derselben Innigkeit und dauernder Verehrung ergeben sind, wie in jenen Tagen, als die oberste Leitung der geistigen Interessen noch in seinen Händen ruhte. Wir in Innsbruck sind noch insbesondere für das hohe Wohlwollen zum Danke verpflichtet, womit Eu. Ex- zellenz für die Hebung und den allmäligen Ausbau einer Hochschule sorgten, die hier an den Grenzmarken des großen Vaterlandes und nahe der Berührungslinie Deutscher und Italienischer Zunge eine besonders wichtige zukunftsreiche Sendung haben dürfte. Möge, was unter der bisherigen Leitung schon durch seine Früchte sich bewährt hat, weiterwachsen an Fruchtbarkeit und Gedeihen, möge was heute noch im Zu- stande des Keimens und Blühens ist, bald zur vollen Reife gelangen.
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Die Universität Innsbruck in der Ära der Thun-Hohenstein’schen Reformen 1848–1860 Aufbruch in eine neue Zeit
Titel
Die Universität Innsbruck in der Ära der Thun-Hohenstein’schen Reformen 1848–1860
Untertitel
Aufbruch in eine neue Zeit
Autor
Christof Aichner
Verlag
Böhlau Verlag
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20847-1
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
512
Schlagwörter
University of Innsbruck, University Reforms, Thun-Hohenstein, Leo, Universität Innsbruck, Reform, Universitätspolitik, Thun-Hohenstein
Kategorien
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