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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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(für beide Filme) von 149.077,45 Kronen einen Erlös von 206.000 Kronen erzielten, waren Industrie(lehr)filme wie DIE ERZEUGUNG VON ZIGARETTENHÜLSEN bei Produk- tionskosten von 14.498,90KronenundeinemErlös von4.000Kronen einVerlust- geschäft.346Dadie FHS sichaus ihrenEinkünften selbst erhalten sollte347 unddie Herstellung „belehrend propagandistischer Filme“ eben dies nicht gewährleisten konnte, setzte man seitens der leitenden Stellen auf „einträglichere Filmge- schäfte“. Sowurden über von außen kommendeAtelier- und Laboraufträge, aber auch über die Produktion von Auftragsfilmen Zusatzeinkünfte lukriert.348 Rekla- mefilmewurdenauf „privateBestellung“unter anderemfürdieWienerMesse, die Ovomaltinewerke, ein pharmazeutisches Unternehmen sowie für Tourismusbe- triebegedreht.349 Die bis 1924 existente FHS350 ist hinsichtlich der von ihr produzierten Filme, derenAusrichtungundEinsatz prototypisch für die sich nachdemErstenWeltkrieg etablierendeBranchederKurzfilmhersteller.Lehr-,Bildungs-,Kultur-undWerbefilme wurdenumgesetzt, oftmals lagenGenremischformenvor.AuchdieVorführungs-und Vertriebsformenwarenentsprechendvielfältig.DerGrunddafür lagindenvielschich- tigen Anforderungen, die an den propagandistischen bzw. werbenden Film gestellt wurden:Erhatteniveauvoll,diskretundhumorvoll zusein,diewerbendePointewar idealerweise erst amEnde zu setzen.Andererseits konnte ein zu großesMaßanUn- terhaltsamkeit die Zuschauer ablenken.DerReklamefilmsolltedemnachmehr infor- 346 Parallelbeispiele finden sich indenAktender FHS.Vgl. etwa:ÖStA,AdR, Staatskanzlei-BKA, alt,Varia, Staatl. Bundes-Film-Hauptstelle, 1921,Ktn. 236, Zl. 223/17,Ggstd.:MonatsberichtproDe- zember1920/Jänner1921sowieEbd.Zl. 223/21,Ggstd.:MonatsberichtproMärz1921,April 1921. 347 ÖStA, AdR, Staatskanzlei-BKA, alt, Varia, Staatl. Bundes-Film-Hauptstelle, 1922, Ktn. 237, Zl. 1069,Ggstd.:RichtlinienbetreffenddieFührungderFilm-Haupt-undLichtbildstelle, 18.April 1922. 348 ÖStA, AdR, Staatskanzlei-BKA, alt, Varia, Staatl. Bundes-Film-Hauptstelle, 1920, Ktn. 235, Zl. 915,Ggstd.:OrganisationderstaatlichenFilmhauptstelle,März1920. 349 ÖStA, AdR, Staatskanzlei-BKA, alt, Varia, Staatl. Bundes-Film-Hauptstelle, 1922, Ktn. 237, Zl. 65/ 14,Ggstd.:GeldgebarungundGeschäftsberichtderBFHundLichtspieltheaterproSeptember 1922und ebd. Zl. 65/13, Ggstd.: Geldgebarung und Geschäftsbericht der BFH und Lichtspieltheater proAugust 1922 sowie 1923–1924, Ktn. 238, Zl. 207/i, Ggstd.: Geldgebarung undGeschäftsbericht der BFHproNovember1922. 350 1924 wurde die FHS liquidiert. Eine Übernahme durch das Bundesministerium für Unterricht (BMU) erfolgte. Noch in den 1930er-Jahren führte und verlieh der dem BMU unterstehende ÖsterreichischeLichtbild-undFilmdienstFilmeausderProduktionderFHS.Vgl.:ÖStA,AdR,Staats- kanzlei-BKA,alt,Varia,Staatl.Bundes-Film-Hauptstelle, 1923–1924,Ktn.238,Zl. 106,Ggstd.:Bundes- filmhauptstelle, Vorschläge über die Beseitigung der gegenwärtigen finanziellen Situation, 28. Juni 1924.ÖStA,AVA,BMU,Volksbildung:Film, 1929–1930,Ktn. 487, Faszikel (Fasz.) 472,Geschäftszahl (Gschz.) 3767/1929, Ggstd.: Arbeitsgemeinschaft der amtlichen österr. Bildstellen, Dezembersitzung, Übernahmeder Filmhauptstelle durchdas BMU, Februar 1929 sowie ebd. 1932, Ktn. 489, Fasz. 473, Gschz. 4171-II/106, Ggstd.: Filmabteilung. Vorführungmedizinischer und chirurgischer Filme, 1932. Sieheauch:Moritz,Experimente,S.53 f. 6.1 PropagandafürStaatundVolk–DieStaatlicheFilmhauptstelle 81
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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