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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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Teil vonPropaganda-,Aufklärungs-undBildungskampagnen.557DasPublikumwurde etwaüber dieVorteile vonElektrogeräten, über dieHerstellungunddenEinsatz von WienerGaskoks oder die Stromerzeugungumfassendper FilmundBegleitvortrag in- formiert.DiasundInformationsblätterergänztendasProgramminhaltlich.558 DieVorzügedeswerbendenFilms imRahmeneiner „non-theatrical exhibition“ wurde vonMarketingexperten und Fachmagazinen zunehmend erkannt, beworben undgenutzt. SoerläutertedasBlattVerkaufspraxis 1932denEinsatzundNutzendes Schmalfilmswie folgt: „Ist der Bildwerfer einmal eingeschaltet, so schnurrt er ohne weitereBedingungseinenFilmherunter,undderVertreterkannsichganzderErklä- rungundBearbeitungder Interessentenzuwenden.KannmandieVorteile seinerEr- zeugnisse eindringlicherdarlegenals durchdiekurzweilige,überzeugendeWirkung eines Films, noch dazu, wenn das auf der Leinwand Gezeigte unterstrichen wird durchdie individuell gefaßtenWorte eines geschicktenVerkäufers?“559Ganz indie- sem Sinne agierten offensichtlich auch die „Propagandisten“ der FirmenAgfa und Kodak. Bei den von ihnen durchgeführten Vortrags- und Filmabenden in Restau- rants, Cafés, Hotels, Arbeiterheimen, Lehrer- oder Ingenieur- undArchitektenverei- nen stand die richtige Handhabung der Foto- und Filmapparate sowie die Präsentation neuer technischer Systeme im Zentrum. Unter Themenabenden wie „EineFahrt ins Photoreich“, „Nicht bloßknipsen–überlegt Photographieren“ [sic!] oder „Und jetzt Kunstlicht-Photos“wurden Interessentinnen und Interessentenmit den neuen Techniken, Gerätschaften und deren Nutzung praktisch vertraut ge- macht.560 Zu den Vorträgen eingeladen waren vornehmlich Handelspartner (Foto- undFilmhändler) sowiederenKundinnenundKunden.561PräsentiertwurdenFilme, derenTitel bereits auf den Inhalt schließen ließen:GESTALTEMIT LICHT,KODACHROME, 557 Vgl. dazu auch die Ausführungen von Zimmermann, Yvonne: Dokumentarischer Film: Auf- tragsfilmundGebrauchsfilm, in: Zimmermann,Yvonne (Hg.): Schaufenster Schweiz.Dokumentar- ischeGebrauchsfilme1896–1964,Zürich2011,S. 73. 558WStLA, MA 104, Zl. K 1028, „Konzessionsansuchen Direktion der städtischen Elektrizitäts- werke,Werbeveranstaltungen inWienerRandsiedlungen“, 18. Juni 1938.Ebd., Zl.K3541, „Konzes- sionsansuchen Zentral Europäische Länderbank,NiederlassungWien–Koks-Sektion, Vorführung des FilmsWIENERGASKOKS VONABIS Z in verschiedenenLokalen“, 18. September 1933. 1938. Ebd., Zl. K 3685, „Konzessionsansuchen Zentral Europäische Länderbank, NiederlassungWien –Koks- Sektion, Vorführung desWerbefilmsWIENER GASKOKS im Rahmen eines Hausfrauenvortrags“, 23. Oktober 1934. 559 Verkaufspraxis,„WerbeleiterundSchmalfilm“,Nr.8,Mai 1932,S.474. 560WStLA, MA 104, Zl. K 3384, „Konzessionsansuchen Agfa, Vorträge unter dem Thema „Eine Fahrt insPhotoreich“, 11.April 1933.Ebd.,Zl.K1265,„KonzessionsansuchenAgfa, 5Vorträgeunter demThema ,Und jetzt Kunstlicht-Photos‘“, 7. November 1936. Ebd., Zl. K 1483, „Konzessionsansu- chenKodak, Vorträge unter demThema ,Nicht bloß knipsen–überlegt Photographieren!‘“ [sic!], 24.Februar1937. 561 Vgl. WStLA, MA 104, Zl. K 3619, „Konzessionsansuchen Kodak, Propaganda-Vortrag“, 20. November 1933. Ebd., Zl. K 13, „Konzessionsansuchen Agfa, Vorführung von Schmalfilmen“, 11. Jänner 1935. 128 7 Der„richtige“Ort fürden„richtigen“Film
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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