Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kunst und Kultur
Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Seite - 167 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 167 - in Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938

Bild der Seite - 167 -

Bild der Seite - 167 - in Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938

Text der Seite - 167 -

seine Auftraggeber, die ihre Filmemeist außerhalb des regulären Kinobetriebs und mit unterschiedlichen Zielsetzungen zum Einsatz brachten. Staatliche Werbefilme warendurchausauchalsKultur-undLehrfilmeeinsetzbar.DieseVorgabeentsprach auchganzKöfingers Stil, der sich trotz einer ZunahmeanprägnantenKurzwerbefil- mennichtmaßgeblichänderte.DesWeiterensind49seinerWerbefilmedemBereich Tourismus zuzuordnen, weshalb eine umfassende und vielseitige Darstellung von Landschaften,SehenswürdigkeitenundAttraktionendurchausgewünschtwar.Seine weiteren Reklamefilme bewarben Reinigungs- und Körperpflegeprodukte,744 Beklei- dung und Informationsdienstleistungen,745 Futtermittelerzeugnisse746 und Finanz- dienstleistungen.747 Die Titel einiger Streifen lassen keine eindeutigen Schlüsse auf dasbeworbeneProduktzu.748 Zu seinen ersten und zugleich für Köfinger untypischstenWerbefilmarbeiten zähltDERSTIEFELPUTZERALSLIEBESAMOR(A1924).Der imVergleichzuseinenübrigen Filmen andere Stil ist auf den grafischenGestalter diesesAnimationsfilms zurück- zuführen. Der inWarschau geborene und seit 1904 inWien lebendeMichaelMai- baum war eigentlich ausgebildeter Architekt, hatte sich jedoch im Bereich Filmerzeugung und Zeichentrickfilm weitergebildet,749 in verschiedenen Filmate- liersmitgearbeitetund1937einenGewerbeschein„zurHerstellungvonKurzfilmen“ erworben.750DER STIEFELPUTZER ALS LIEBESAMOR ist eine von zweiAnimationsfilmar- beiten,751 die Maibaum in der Zwischenkriegszeit zugeordnet werden können. MichaelMaibaumwurdeeinOpferdesNS-Terrors.752 Für den genannten Reklamestreifen wandte Maibaum die Legetricktechnik an. DieausPapieroderPappegefertigten flachenFigurenänderndurchdasVerschieben 744 DER STIEFELPUTZER ALS LIEBESAMOR (A 1924, L: 105m), siehe: Paimann‘s Filmlisten, 17. Novem- ber 1924, o. S. VERJÜNGENDEGESICHTSPFLEGE (A 1932, L: 57m) sowieWIE PFLEGT DIE SCHÖNEWIENERIN IHRGESICHT (A1932,L: 190m),beidesiehe:Paimann‘sFilmlisten, 1.Oktober1932,o.S. 745 ZELINKAS-DAMENBEKLEIDUNG(Aca. 1932,L: 100m), siehe:BestandFilmarchivAustria.EINELEHR- STUNDE BEI FRAUZELINKA–SPARSAMKEIT IN DERHAUSWIRTSCHAFT (A 1932, L: 295m), siehe:Paimann‘s Filmlisten, 22. Jänner1932,o.S. 746 (1903–1933): 30 JAHRE KERBERS FUTTERMITTEL (A 1930, L: 170m), siehe:Paimann‘s Filmlisten, 2. Jänner 1933,o.S. 747 SPAREMITGLÜCK (A1927,L:217m), siehe:Paimann‘sFilmlisten, 23.Mai 1927,o.S. 748 GLÜCK IMUNGLÜCK (A 1929, L: 81m), siehe:Paimann‘s Filmlisten, 25. November 1929, o. S.WARUM SEINMOTORINDERKÄLTENICHTANGING(A1933,L:30m),siehe:Paimann‘sFilmlisten,2.Februar1934,o.S. 749 Renoldner,AnimationsfilminÖsterreich– 1832,S. 76. 750WKO, Archiv Wien, Gewerbearchiv, Gewerbeschein „Michael Maibaum“, Nr. 778, 22. März 1937. 751 ZugeordnetwerdenkannMaibaumauchdieanimierteTraumsequenz imSpielfilmKLEIDERMA- CHENLEUTE (A1921,R:HansSteihoff).Renoldner,AnimationsfilminÖsterreich– 1832,S. 78. 752 Maibaumwurde 1938 nach Polen deportiert, wo er im zumKonzentrationslager umgewandelten einstigen jüdischen Ghetto Bialystok ermordet wurde. Siehe Online-Personensuche Opferdatenbank „MichaelMaibaum“ imDokumentationsarchiv desÖsterreichischenWiderstands: http://www.doew. at/personensuche,30.6.2015. 8.4 Werbefilmproduzenten imPorträt 167
zurück zum  Buch Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938"
Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Der österreichische Werbefilm