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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Seite - 184 -
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positive Emotionenmit derWerbebotschaft zu verbindenunddamit Lust auf Kauf undKonsumzumachen. 8.4.5 RobertReich Er war es, der als erster in Österreich die außerordentliche propagandistischeWirkung des Films erkannteundals unvergleichlichesWerbemittel für die heimischeProduktionheranzu- ziehenwusste.794 InvielenFällenseineigenerAutor, indenmeistenFällenseineigenerRegisseur.Erhatesver- standen, denWerbefilm, und insbesondere in letzter Zeit denWerbe-Tonfilm, qualitativ und im Inhalt so zugestalten, dass er vomKino-Publikumbeiuns ebensogernegesehenwirdwie inDeutschland.795 In dieserWeise huldigten die FachzeitschriftDer Filmbote undDas Kino-Journal 1920 und 1933 jenemMann, der tatsächlich zu den erstenWerbefilmpionieren Österreichs zählte.RobertReichwurdeam18. Juni 1882 inPraggeboren.LautmehrererBranchen- blätterwar er bereits seit 1911bzw. 1912 inderFilmbranche tätig.796Gesichert ist, dass Reich nicht nur Drehbuchautor des ersten österreichischen Konsumartikelwerbefilms war, sondern zudemals Leiter der „Sawerb“, der imVerlauf desErstenWeltkriegs bei der „Österreichisch-Ungarischen Sascha-Messter Filmfabrik Ges.m.b.H.“ eigens einge- richteten Werbefilmabteilung, fungierte. 797 Auf seine Initiative entstanden in dieser Funktionunter demTitel „Das lachendePlakat“ etwa zahlreiche humorvoll pointierte undpopuläreTrickfilme.Reichwar auch fürdenVertriebdieser Produktionen zustän- digundsicherte letztlichdieAufführungdieserAnimationsfilmreihe insämtlichengrö- ßerenKinosderMonarchie.798ZudemwarerbeimKPQalsKameramanntätig.799 NachdemKrieghattesichReichaufgrundseinerTätigkeiten inderBrancheeinen Namengemachtundübte inden Jahren1919und1920eineReiheanFunktionenaus: Er war Vorstandsmitglied des Verbandes der Aufnahmetechniker und gehörte der staatlichen Filmhauptstelle als kommerzieller und technischer Beirat an. 1920 über- nahmerdieLeitungder„Astoria-Filmgesellschaft“, indererauchalsGesellschafter in 794 DerFilmbote,„DieAstoria-FilmgesellschaftunterneuerLeitung“,Nr.9,28.Februar1920,S.21. 795 DasKino-Journal,„DerWerbefilmunddieLichtspieltheater“,Nr. 1215, 1933,S. 52. 796 Österreichische Film-Zeitung, „Robert Reich, Direktor der Österreichischen Werbefilmgesell- schaft“,Nr. 9, 23.Februar 1929,S.66.DasKino-Journal,„DerWerbefilmunddieLichtspieltheater“, Nr. 1215, 1933,S.52. 797 Loacker/Prucha,UnerwünschtesKino, S. 60. SiehedazuauchdieKapitel „ZurDemonstration ökonomischer Stärke: Industrie(werbe)filme“ sowie „WIENINETTE ZU IHREMAUSGANG KAM –Der äl- testeKonsumartikelwerbefilmösterreichischerProvenienz“. 798 DerFilmbote,„DieAstoria-FilmgesellschaftunterneuerLeitung“,Nr.9,28.Februar1920,S.21. 799 Loacker/Prucha,UnerwünschtesKino,S.60. 184 8 DieWerbefilmproduzenten:Etablierung,Organisation,Einflusssphären
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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