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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Seite - 199 -
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FanfarenklängeerhöhendieBedeutungdesAbschlussbildsundbildenein in sichge- schlossenesEnde. Das Produkt selbst ist nicht zu sehen.DerWerbefilm scheint als Ergänzung zur Drucksorten-undPressekampagnederFirmaPalmers fungiertzuhaben.Erschufbei den Zuschauerinnen vermutlich ausreichend Neugier, um eine Filiale aufzusuchen und den „blonden Strumpf“ persönlich in Augenschein zu nehmen. Zudemwurde das Interesse soweit stimuliert, dass die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundin- nenbeimBlättern inTageszeitungenoderWochenjournalen sichwohl auchauf die parallel lancierte Artikelserie richtete. Robert Reich hat hier neuerlich eine auf Pro- dukt,UnternehmenundZielrichtungindividuellgestalteteAuftragsarbeitvorgelegt. 8.4.6 Frank(Franz)WardRossak Franz Rossak wurde am 13. Februar 1901 in Vösendorf bei Wien geboren. Sein Vater war Werksleiter der Wienerberger Ziegelwerke. Schon als Volksschüler zeigte er Interesse für das Medium Film. Er erledigte kleine Besorgungen für einenKinooperateur, imGegenzugwar ihmerlaubt, inderVorführkabinezuver- weilen.Mitunter bekamer Filmreste, die er zusammenklebte und seinen Freun- denvorführte. AuchalsHandelsschüler stellte er regelmäßig Spezialprogramme fürSchulaufführungenzusammenundentwickeltehierbeiTechniken imBereich derKompilation.849 1917 brach er dieHandelsschule vorzeitig ab, umalsVolon- tär bei der „Österreichisch-Ungarischen Kinoindustrie“ (unter der Leitung von Anton Kolm, Louise Veltée-Kolm und Jakob Fleck) zu arbeiten. In dieser Zeit wurde er mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten der Filmbranche vertraut ge- macht:Verleih,Vertrieb,ReklameundProduktion.850 1920übernahmerbei der „Fakir-Film“die Funktion eines technischenLeiters, wobei er vor allem Filmkopien zu prüfen hatte. In eben diesem Jahr wechselte er dann als Disponent zur „Imperial Filmgesellschaft m.b.H. Wien – Berlin“, um schließlichbeider„Regentfilm“alsHilfsregisseurundAushilfskraft auf sämtlichen Ebenentätigzuwerden. 1921 wurde Rossak als Darsteller von Groteskfilmen entdeckt. In diesen aben- teuerlichen Kurzfilmen standen Verfolgungsjagden, Überfälle und komische Ver- wechslungen imZentrum.SeinRollenname„Francis“wurde zumSignetderReihe. Letztlich fungierte er hier auch als Regisseur und Produzent. Anfang der 1920er- JahrenahmFranzRossakdenKünstlernamenFrankWardRossakan.851 849 MeinFilm,„ÜberRuinenzuneuemLeben“,Nr.379, 13.9. 1946. 850 ÖStA,AdR,ZivilaktenNS-Zeit,Bundesministeriumfür Inneres/Gauakten,Akt„FranzRossak“, Nr. 181973. 851 Tode, Thomas: DieVerwandlungendes FranzRossak. Eine österreichische Filmbiografie zwi- schen Arbeiterbewegung und Nationalsozialismus, in: Dewald, Christian: Arbeiterkino. Linke 8.4 Werbefilmproduzenten imPorträt 199
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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