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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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gegeben. Angepriesen wurden etwa auch „abstrakte Ornamentdarstellungen als Blickfang und Introduktion“. Insgesamt sei der originalgetreue Farbfilm für das PublikumeineabsoluteSensation.Er zögedieAufmerksamkeit völlig auf sich, ver- fehlekeinesfallsdieWerbewirkungundfändeungeteiltenBeifall.Selbst fürKinobe- treiberhätten farbigeWerbefilmeeinenbesonderenReizundseien„eineZierdedes Vorprogramms“,hießes indenBranchenblättern.921 DieMehrheitder sodargebotenenundbeworbenen farbigenWerbefilmewaren Animationsstreifen,922 die letztlichwieder künstliche undweniger „reale“Bildwel- ten zeigten. Zeichentrickfilmewaren allerdings durchausbeliebt undhatten inner- halbdiesesGenresbereitseine langeTradition. 9.3 Animationskunst WährenddesErstenWeltkriegs erlebtederZeichentrickfilm inÖsterreicheineners- ten großenAufschwung. ZahlreicheKriegskarikaturenundKriegsanleihefilmepro- pagiertenmit „Witz undCharme“denGroßenKrieg,warben für das Zeichnen von Kriegswertpapieren und hetzten gegen „den Feind“.923 Diese Streifenwaren nicht nurbeimPublikumbeliebt, sonderndürftenauch ihrenZweckerfüllt haben. Letzt- lich scherzte Peter Eng – einer der bekanntesten Wiener Grafiker der Zwischen- kriegszeit– 1920über seinenKollegenKarlRobitschek (kurzRob):„Rob,bekannter Plakatzeichner undHerausgeber desWitzblattes ‚Faun‘ zeichnete Kriegsanleihe – bitte ausreden lassen–Kriegsanleihepropagandafilms–derenüberzeugender Pro- paganda wir eine vierwöchentliche Verschiebung des Kriegsendes zu verdanken haben.“924 Unmittelbar nach dem ErstenWeltkrieg bis zum Jahr 1925 erlebte der Anima- tionsfilm in Österreich eine Blütezeit. Diese Periode zeichnete sich durch eine im- mense Experimentierfreudigkeit der grafischen Filmkünstler aus, erstklassige Arbeiten entstanden, unddas Interesse indenFilm-undMarketingfachblättern an dieser Kunstfertigkeit war groß.925 In der Printreklame kamen gerne grafische humoristische Arbeiten zum Einsatz, weshalb auch die Fachblätter wiederholt 921 Contact, „Werbungdurch denFilm“, Nr. 12, Dezember 1933, S. 19.DasKino-Journal, „Farbige Werbefilme“, Nr. 1276, 1935, S. 5.Österr. Reklame-Praxis, „DerFarbentonfilm“, Februar/März 1936, S. 11–13. 922 Österreichische Film-Zeitung, „Der erste Sprech-Trickfilm“, Nr. 7, 9. Februar 1929, S. 24.Das Kino-Journal, „FarbigeWerbefilme“, Nr. 1276, 1935, S. 5.Österr. Reklame-Praxis, „Der Farbenton- film“,Februar/März1936,S. 11–13. 923 Vgl. dazudasKapitel„DieErfüllungeinerpatriotischenPflicht:Kriegsanleihewerbefilme“. 924 DieFilmwelt,„DerTrickfilm“,Nr. 35, 1920,S. 7. 925 Siehedazuauch:Renoldner,AnimationsfilminÖsterreich– 1832,S. 58. 214 9 Der„ideale“Werbefilm
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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