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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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ansprechendeBespielebesonderskunstfertigerKünstler brachten.Viele Sujets fan- densich inderKinoreklame(obalsDiaoderFilm)wieder.926 Derschiergrenzenlose IdeenreichtumdesAnimationsfilms fasziniertedieAuto- rinnenundAutorenderBranchenblätter, die immerwiederhervorhoben,dass sich diese Kunstform „für alle Arten von Propagandafilmen“ eignete, speziell aber der Werbung„ungeahnteMöglichkeiten“biete.927Oft schonhättensichTrickfigurenzu „Filmlieblingen“ entwickelt928– einUmstand, den sich auchwerbendeFirmenzu- nutzemachenkonnten.DieaufwendigeundpräziseHerstellungstechnikwurdede- tailreich geschildert: Jede Bewegung der Gliedmaßen „wird in ihren kleinsten Stationen, inmillimeterweisemVorrücken gezeigt“. Dabei kämen auf einenMeter Film 26,mitunter 52 angefertigte Bilder. Für einen Film von etwa siebenMinuten benötigtemanzwischen8.000und10.000Zeichnungen.929 Jedem Trickfilm lagen zudem sorgfältige Vorbereitungsarbeiten, wie etwa ein umfassendesManuskript, zugrunde.DieEinstellungenwurdenvorab festgelegt,die Anzahl der Bewegungen–mitunter schonmit eigenenMusikern– berechnet, um denRhythmuszu treffen.DennderZeichnermusste imVorfeldwissen,„inwievie- lenTakten,die eineoder andereBewegungvor sichzugehen“hatte. Probeaufnah- mentrugendazubei,diegenaueAusführungvorwegnochmalszuüberprüfen.930 DasweitereVerfahrenderFilmherstellungwurde1925 imKino-Journalwie folgt dargelegt: „Der Operateur sitzt nun am ‚Trickaufnahmetisch‘, etwa 60 Zentimeter über sichden feststehendenAufnahmeapparat, rechtsneben sichdasQuecksilber- dampflicht, das zu allen Filmaufnahmendient; er legt einBlattmit der Zeichnung aufdenTischundknipst zweimal,daswiederholt erbei jedemderunzähligenBlät- ter in genauer Reihenfolge der Bewegungsstufen [. . .]. Selbstverständlich müssen die Zeichnungen haarscharf einander decken, sowohl die Zeichnung als auch die Stärke der Auszugslinien, sonst erscheint auf der Leinwand ein Zittern, das jeder Kinobesucher ja kennt. Ebenso muss auch das Licht immer die gleiche Stärke haben,wennnicht,wasgleichfalls oft beobachtetwird,derunangenehmeWechsel vonhellunddunkelaufderLeinwandeintretensoll.“931 926 Reklame-Praxis (Stuttgart-Cannstatt), „Mehr Leben in die Kino-Reklame“, Nr. 8, April 1927, S. 241.ÖsterreichischeReklame,„DarPeterEng!“,Nr. 11/12,Mai/Juni 1928,S. 7–9.Ebd.,„PeterEng: ErfolgmodernerWerbepsychologe“, Nr. 7, Juli 1929, S. 17. Ebd., „MaxFleischhacker“, Nr. 1, 1931, S. 16–18. 927 DasKino-Journal,„DasGeheimnisdesZeichen-undTrickfilms“,Nr. 786, 1925,S.6. 928 DasKino-Journal,„Papierspricht“,Nr. 11281932,S. 5 f. 929 DasKino-Journal,„DasGeheimnisdesZeichen-undTrickfilms“,Nr. 786, 1925, S. 6, Ebd., „Pa- pierspricht“,Nr. 11281932,S.5 f. 930 DieWienerBühne,„AtelierWozak“, Juli 1938,S. 29. 931 DasKino-Journal, „DasGeheimnis des Zeichen- undTrickfilms“, Nr. 786, 1925, S. 6. Die zwei- maligeAufnahmejedesBilds,bzw. imSachtrickfilm jedesObjekts, lässtdie jeweiligeBewegungfür dasmenschlicheAugenatürlichererscheinen.Vgl. Schoemann,Animationsfilm,S.31. 9.3 Animationskunst 215
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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