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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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Auchheimische Filmpionierewie das TeamKolm-Veltée-Fleck oder SaschaKo- lowrat-KrakowskyerzeugtenStädte-,Landschafts-undIndustrieaufnahmen.Die„Sa- scha-Filmfabrik“ richtete im Verlauf des ErstenWeltkriegs mit der „Sawerb“ sogar eine eigeneWerbefilmabteilung ein. 1914 ließ sich inWiennicht nur ein erstes „Re- klamefilminstitut“, sondern auch eine Verleihfirma, die unter anderemWerbefilme imRepertoire führte, nachweisen.Der erstenocherhalteneKonsumwerbefilmöster- reichischerProvenienz(WIENINETTEZU IHREMAUSGANGKAM)entstandimJahr1913und bewarbeinheimischesWaschmittel. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs kam die Werbefilmproduktion für Konsumgüter zu einem Stillstand. Trotzdemwaren die Jahre 1914 bis 1918 für die EntwicklungdesMediumsvonRelevanz.DerEinsatzdesneuenPropagandamittels wurde intensiviert, in der Folge fandderwerbende Filmbreitere Akzeptanz in der Bevölkerung. Produziertwurdennun insbesonders patriotischeKriegsanleihe- und Industriefilme,wobei Letztere die Leistungskraft der tatsächlich bereits angeschla- genenWirtschaftnachhaltigbeschworen.FilmemitwirtschaftswerbendemCharak- ter dienten aber nicht nur der Hebung derMoral in den eigenen Reihen, sondern hattenauchdasAnsehenderMonarchie imAusland, imSpeziellen im „neutralen“ Teil, zustärken.Aufdie Innen-undAußenwirkungderpolitisch-ideologischausge- richtetenWirtschaftswerbungachtetemanstetsmitBedacht. DieengeBindungundVerflechtungvonPolitik,WirtschaftundWerbefilmfand inderErstenRepublikwieauch imaustrofaschistischen„Ständestaat“ ihreFortset- zung. Die imMärz 1919 begründete „Staatliche Filmhauptstelle“ (FHS) hatte indes den Auftrag, Filme zur Bewerbung „deutschösterreichische[r] Interessen aller Art im In- und Auslande“ zu produzieren. Demzufolge erzeugte die FHS Fremdenver- kehrsfilme sowie Industrie- undBranchenwerbefilme (etwa fürdieWienerModein- dustrie).UmdemstaatlichenBetrieb aber auch sichereEinnahmenzugarantieren, übernahmdieFHSzudemReklamefilmaufträgeausderPrivatwirtschaft. Die politischen Kräfte zeigten spezielles Interesse daran, die Vision einer er- starkenden österreichischenWirtschaftskraftmedial umzusetzen. Filme, die heim- ische Qualitätswaren, österreichische Landschaften, Kultureinrichtungen und Brauchtümer sowieneue technischeErrungenschaften inÖsterreichsBetriebenbe- warben, waren gewünscht, konntenmit Förderung rechnen undwurdenmitunter von staatlicher Seite in Auftrag gegeben. Als ein Beispiel wäre hier etwa die „Buy national“-Kampagne„KauftösterreichischeWaren“zunennen,die 1927seitensdes Handelsministeriums initiiert wurde. Im Zuge diverser Propagandamaßnahmen kamesauchzurBeauftragungdesFilmsWOHINLÄUFSTDUSCHILLING?. AnderNutzungvonWerbe-undIndustrie(werbe)filmenhattenvorallemSchu- len großes Interesse, die eben diese Streifen in der Länder-, Material- oder Volks- kunde wie auch zur Erklärung technischer Prozesse heranziehenwollten. Seitens desUnterrichtministeriumswandteman sich anUnternehmenundbat umdieBe- reitstellung von entsprechenden Filmmaterialien. Aufgrund dieser Aktion haben sich bis heute diverse Werbe- und Industrie(werbe)film im Archiv erhalten. Ein 11 Schlussbetrachtungen 243
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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