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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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rück.«119Die Reinschrift der Arbeit, »die End-Wandlung aus demManu-Ste- nogramm ins ›Typoskript‹«überließHuppert seiner FreundinMilka, die »auf einer alten, solidenRemingtonmit großen, ausdrucksvollenLettern« tippte120, sodassam17.November1924zweiExemplarederDissertationzumBuchbinder geschickt werden konnten. Die Arbeit umfasste schließlich rund 180 Seiten – »freilichwarendamals diese Seiten großformatig, dasBlatte hatte standardge- mäß32,5zu20,5ZentimeterUmfang;dieheutigeIndustrienormwarnochnicht ersonnen«,121undwurdeam25.November1924offiziell eingereicht: »Meinem DissertationsvaterKelsenbrachte ichdasungebundeneExemplar indieWoh- nung,undProfessorAdolfMenzel bat ich, dasKorreferat zuübernehmen.Am 1.Dezember erfolgte die Approbation durch Kelsen, und jetzt freundete ich michmit demgroßenLesesaal derNationalbibliothek am Josefsplatz an; dort präparierte ichmeinGehirn fürdiebeidenRigorosen«122. Gemeinsammit zweiFakultätskollegenbereitete sichHugoHuppert aufdas Hauptrigorosum vor, das er am 27. Jänner 1925 vor Hold-Ferneck, Kelsen, Mayer, Menzel und Dekan Voltelini abzulegen hatte. Nach Absolvierung des Nebenrigorosumsam1. Juli 1925bei Braßloff undWlassakwurdeHugoHup- pert am3. Juli 1925zumDr. rer. pol. promoviert. 3. Dissertationsthemen Wie oben bereits erwähnt, waren die möglichen Themen einer staatswissen- schaftlichenDissertationvon1919bis 1926 auf die FächerNationalökonomie, Finanzwissenschaft, theoretische Statistik, Wirtschaftsgeschichte, allgemeine undvergleichendeStaatslehre,VerwaltungslehresowieVölkerrechtbeschränkt. Dementsprechend wurden in den ersten Jahren überwiegend wirtschaftswis- senschaftlicheAbhandlungen verfasst; staatstheoretische und vor allem juris- tische Themenwurden eher von bereits promovierten Rechtswissenschafter/ inn/engewählt, zumBeispiel: 119 Huppert,DieangelehnteTür489.–DieD’Orsay-MensabezeichnetdieVerpflegungsstelle desimHerbst1923eröffnetenerstenStudentenwohnhauses,dassichinderD’Orsaygasse5 im 9.Wiener Gemeindebezirk befand. Gegründet von derWirtschaftshilfe der Arbeiter- studentenÖsterreichs (WIHAST, u.a. auf Initiative Julius Tandlers und Adolf Schärfs) konnten dort 14 Student/inn/en aus Arbeiter- und Angestelltenfamilien kostengünstige Unterkunft finden. 120 Huppert,DieangelehnteTür 493. 121 Ebd.486. 122 Ebd.495. DasStudiumderStaatswissenschaften220
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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