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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Universität, über welche Tätigkeit bereits an anderer Stelle eingegangen wurde.219 GlücklosbliebSchwindbeiderEditionvonRechtsquellen.2201896warervon HeinrichBrunnerdazugebrachtworden,dasVolksrechtderBajuwarenausdem 8.Jh. fürdie»MonumentaGermaniaeHistorica«221zuedieren.222Alsdiese1926, nachdreißigjährigerVorbereitungszeit, erschien,223erfuhrsieeineverheerende Kritik: Schwind hatte nicht denUrtext der »lex Baiuvariorum«, sondern eine spätereÜberarbeitung als Editionsgrundlage verwendet,wasdie gesamtemü- hevolleArbeitpraktischwertlosmachte.224 SchwindsKontroversemitHansKelsensoll inhaltlichweiteruntenbehandelt werden;die vernichtende, jaboshafteAntwortschriftKelsens aufdendilettan- tischenVersuchSchwinds, dieReineRechtslehremit rechtshistorischenArgu- mentenzuwiderlegen, konntevommittlerweile 63jährigenAngreifer »niemals ganz verwunden« werden.225 Beim Versuch, eine zweite Kampfschrift gegen Kelsen zu verfassen, »(einige Seiten davon sind noch in einer kaum lesbaren Handschrifterhalten),hattemeinVaterimFebruar1929denerstenSchlaganfall, vondemersichniemehrerholte«, schriebseinSohnFritz2001, räumtespäter aber ein, dassdieGesundheit seinesVaters schondavor sehr angeschlagenge- wesenwar.226OffenbarnacheinemweiterenSchlaganfallkonnteErnstSchwind im Sommersemester 1932 keine Lehrveranstaltungen mehr abhalten; nach langemLeidenverstarb er imJuli 1932. c) Hans (von)Voltelini227 DerauseinerTrienterAdelsfamiliestammendeHansvonVoltelinikamalsSohn des späterenSenatspräsidentenamOberstenGerichts- undKassationshof, Lo- renz von Voltelini, am 31. Juli 1862 in Innsbruck zur Welt. Er studierte in Innsbruckund inWien sowohlGeschichte als auchRechtswissenschaftenund besuchte ebensowie Schwind das Institut fürÖsterreichische Geschichtsfor- 219 Sieheoben71, 242. 220 Außereiner fürStudienzweckebestimmtenSammlung:Schwind,Dopsch,Urkundenzur Verfassungsgeschichte. 221 Vgl. zu ihrKrause,MonumentaGermaniaeHistorica. 222 Vgl. dazuauchSchwind,KritischeStudienzurLexBaiuvariorumI. 223 Schwind, LexBaiwariorum. 224 Vgl.dazuschonausführlichOlechowski,RechtsphilosophiegegenRechtsgeschichte427, mwN. 225 Kelsen,Autobiographie44;dieKontroverseunten492. 226 F. Schwind, Vorfahren und Erinnerungen 44; F. Schwind, Interview. Vgl. auch Ole- chowski,RechtsphilosophiegegenRechtsgeschichte439. 227 Kramer, Hans vonVoltelini; Palme, Hans vonVoltelini; Redlich, Hans vonVoltelini; UAW,JPA642;ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton615,VolteliniHans;AÖAW, PersonalaktHansVoltelini. Die rechtshistorischenFächer298
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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