Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Recht und Politik
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Seite - 321 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 321 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Bild der Seite - 321 -

Bild der Seite - 321 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Text der Seite - 321 -

2. DieProfessorenundDozenten1918–1938 a) RudolfKöstler359 RudolfKöstler kamam15. Juni 1878 als SohnvonRichardKöstler, einemAd- vokaturskonzipienten,unddessenFrauAnna,geb.Benisch,inMödlingzurWelt. Dort besuchte er das humanistische Gymnasium und legte 1896 seine Reife- prüfungab.SeinenanfänglichenWunsch,klassischePhilologiezustudieren,um alsMittelschullehrer zuarbeiten, verwarf er aufAnraten seinesVatersundbe- gann stattdessen 1896 an derUniversitätWien sein Studiumder Rechte. Sein InteressefürKirchenrechtwarzunächstehergering,soschrieber1951inseiner Autobiographie:»MeineLehrerwarendamals[…],fürsKirchenrecht,dasnicht geschichtlichvorgetragenwurde,KarlGroß. Als ichdamals imHörsaal 33der Wiener Universität zu dessen Füßen saß, fand ich das Kirchenrecht ziemlich langweilig und hätte nicht gedacht, daß ich schon zehn Jahre spätermich für dieses Fach habilitieren und es in der Folge zum Teil im selben Hörsaal als Nachfolgerdurch37 Jahre tradierenwürde.«360VonseinenakademischenLeh- rernschätzteKöstlerbesondersEmilSchrutkavonRechtenstamm361undAdolf Menzel, »während […] [er] zudemgeistreichenundwitzigenEdmundBerna- tziknie,auchnichtspäteralsKollege,einrichtigesVerhältnis findenkonnte.«362 In seiner Selbstdarstellung bezeichnete sich Köstler als »Werkstudent« – so erteilteer»seitder3.GymnasialklasseNachhilfestunden,legtedieStaatsprüfung für Stenographie ab und errichtete inMödling eine Privatschule für Gabels- berger-Stenographie«.363 Im November 1901 wurde Köstler zum Doktor der Rechtepromoviert364undbeschloss,daersichnicht fürdieRechtsanwaltschaft interessierte, in den Verwaltungsdienst zu gehen. Er entschloss sich für den Postkonzeptsdienst in einer Universitätsstadt und reichte zunächst seine Be- werbung in Graz ein, wurde jedoch abgewiesen. Letztendlich trat er seinen Dienst als Postkonzeptspraktikant inCzernowitz an.Danebenunterrichtete er aus »Liebhaberei« Stenographie – er »wurde in CzernowitzUniversitätslehrer fürdiesesFachunddannNebenlehrer […]am1.und3. Staatsgymnasium«.365 359 U.a. Köstler, Selbstdarstellung; Schartner, Staatsrechtler 190–193; Schima, Flücht- ling–Mitläufer–Überzeugungstäter? 117–125. 360 Köstler, Selbstdarstellung94. 361 1.6.1852–4.1.1918vgl.zuihmHubertReitterer,SchrutkavonRechtenstammEmil, in: ÖBLXI (Wien1998)265 f. 362 Köstler, Selbstdarstellung94. 363 Lebenslauf,AÖAW,PersonalaktRudolfKöstler. 364 Promotionsprotokoll vom14.11. 1901,UAW,M32.4–837. 365 Lebenslauf,AÖAW,PersonalaktRudolfKöstler. Kirchenrecht 321
zurück zum  Buch Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938"
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938