Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Recht und Politik
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Seite - 323 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 323 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Bild der Seite - 323 -

Bild der Seite - 323 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Text der Seite - 323 -

SchülerKöstler alsNachfolger gesehen, da er ihm»sehr ansHerz gewachsen« war. JedochhoffteHörmannauch,dasserKöstleralsHilfskraftnachInnsbruck holenkönne.375 Bereits 1909 erkundigte sich Köstler bezüglich einerÜbertragung seiner LehrbefugnisandieWienerFakultätundschriebinseinemBriefanUlrichStutz: »auch Schwind, der ›allzustrenge‹, versprachmir, gegen dieÜbertragung der venia für deutsches Recht keinen Einwand zu erhebenundmir keine Schwie- rigkeiten zumachen.Dasselbe sagtenmirVoltelini undSigmundAdler zu.«376 Unterstützung inseinenBestrebungenerfuhrKöstlerdurchHussarek.377Durch dieErnennungHussarekszumUnterrichtsminister1911musstedieSupplierung derWienerLehrkanzel fürKirchenrechtneugeregeltwerden.NachdemKöstler imSommersemester1912nocheinigeVorlesungenbeiOttovonGierkeundKarl Zeumer inBerlin besucht hatte,378wurde er imOktober 1912mit der Supplie- rung inWienbeauftragt und inCzernowitz imNovember 1912 zumaußeror- dentlichen Professor adpersonamernannt.379Dieser Ernennungwaren einige Schwierigkeiten vorangegangen, so erinnerte sich Köstler 1941: »Als im Jahr 1912 […] seine [Hussareks]Lehrkanzel freiwurde, stand fürdieWiederbeset- zungauchmeinePerson inErörterung. Ichwurde aberdamals für einWiener Ordinariatnochfürzujungerachtet.MankamdaheraufdenAusweg,michzum ao.Professor inCzernowitz zu ernennenundmit der SupplierungderWiener Lehrkanzel zubetrauen.Da sichdieErnennungdamals jedoch infolgeUnpäß- lichkeit des Kaisers hinausschob, wurde ich noch als Privatdozent zur Sup- plierungnachWienberufen,alsbaldaber(10.November1912)zumao.Prof.ad personam in Czernowitz und im folgenden Jahre (31.August 1913) zum ao. Professor inWien ernannt.«380Zu seinemWechsel an dieWiener Universität schriebKöstler 1951, also zehn Jahre später: »Sowar ichunvermittelt vonder kleinstenUniversität anderöstlichenReichsgrenze andie größte imZentrum des damals noch großenÖsterreichs gekommen, ohnemein Zutunund ohne mein Verlangen.Mir schwebte immer eine kleinere Universität, vornehmlich Graz, als das akademischeEldoradovor.Wien fürchtete ichwegender starken Inanspruchnahme durch Lehramt und Verwaltungstätigkeit, so daß für wis- senschaftliche Betätigung wenig übrigbliebe.«381Am 29.Oktober 1920 wurde ihmderTitelundCharaktereinesordentlichenProfessorsverliehen,am2.Mai 375 BriefHörmannsanStutzvom26.11. 1908,Grass,RudolfKöstlerundUlrichStutz245 f. 376 BriefKöstlersvom9.12. 1909, vgl.Grass,RudolfKöstlerundUlrichStutz245. 377 Vgl. dazuGrass,RudolfKöstlerundUlrichStutz252–259. 378 Schima, Flüchtling–Mitläufer–Überzeugungstäter? 119. 379 Lebenslauf vom21.7. 1945,UAW, JPA341 (RudolfKöstler), 061. 380 Lebenslauf,AÖAW,PersonalaktRudolfKöstler. 381 Köstler, Selbstdarstellung95 f. Kirchenrecht 323
zurück zum  Buch Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938"
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938