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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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schien jedochschließlichnicht imDreiervorschlagauf.161882wurdeScheyder Titel einesaußerordentlichenProfessorsverliehen,1884»erfolgteaufgrundder Schrift ›Begriffe undWesen derMora Creditoris im österr. und im gemeinen Recht‹«17 auch die Ernennung zum außerordentlichen Professor des österrei- chischenund römischenPrivatrechts anderUniversitätWien. Ein Jahr später wurdeScheyals o.ProfessordesRömischenRechtsnachGrazberufen.Er trat dortdieNachfolgenachMorizWlassakan,dernachBreslaugegangenwar.Der BesetzungsvorschlagderFakultät hatte zwarden inPrag lehrendenCarlRitter vonCzyhlarzandieersteStellegesetzt,dochentschiedsichdasMinisteriumfür Schey, indem es darauf hinwies, dass das Grazer Professorenkollegium selbst dessen Leistungen »in günstigsterWeise beurtheilt« hatte.«18 Im Studienjahr 1889/90übte Schey dasAmtdesDekans aus. Als 1893 derGrazer Zivilrechts- professor Emil Strohal nach Göttingen wechselte, übernahm Schey, wie von Strohal favorisiert, dessenLehrkanzel.Erbliebvier JahreOrdinarius füröster- reichisches Zivilrecht inGraz, dann folgte die Berufung nachWien als Nach- folger vonFranzHofmann.Dieser konnte aufgrundeines schwerenNervenlei- densschonseitdemSommersemester1895keineVorlesungenmehrhaltenund war abdemWintersemester 1895/96 beurlaubt.19Daher hatte derUnterrichts- minister das Wiener Professorenkollegium um die Errichtung einer dritten Lehrkanzel für bürgerliches Recht – nebenHofmannund demvölligüberlas- teten Ivo Pfaff – gefragt, was dieses in der Hoffnung auf eine Genesung von Hofmannzunächst ablehnte.Erst imMärz1897, einhalbes Jahr vorHofmanns Tod,20 erstattete die Fakultät einen Dreiervorschlag, wobei primo locoHoraz KrasnopolskiausPrag,secundolocoScheyundtertiolocoPaulSteinlechneraus Innsbruckgenanntwurden. Im»alleruntertänigstenVortrag«21betontederUnterrichtsministerGautsch,dass Schey»schonausGründendesAnstandes«denVorzugverdiene,daeralsPrivat- dozentundaußerordentlicherProfessorbereitsmehrereJahreinWiengelehrthatte. Er sei nochverhältnismäßig jungund zeichne sichdurchklarenVortrag aus. Zu seinerSchriftüberdieObligationsverhältnissemeinteEmilStrohal inLeipzig,dass es »zu dem besten zählt, was die österreichische Rechtsliteratur in dem letzten Dezenniumhervorgebracht hat.«22Daher sah ihnGautsch sowohl als Lehrer als 16 Wesener,RömischesRechtundNaturrecht60Fn.1. 17 Wesener,RömischesRechtundNaturrecht67Fn.8mwN. 18 Wesener,RömischesRechtundNaturrecht67Fn.5mwN. 19 VortragdesMinistersv.KUM,Gautsch,vom17.3. 1897,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ. Wien,Karton613,PersonalaktSchey Joseph. 20 FranzHofmannverstarb imOktober1897.Vgl. zu ihmPfaff,Hofmann. 21 VortragdesMinistersv.KUM,Gautsch,vom17.3. 1897,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ. Wien,Karton613,PersonalaktSchey Joseph. 22 VortragdesMinistersv.KUM,Gautsch,vom17.3. 1897,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ. Wien,Karton613,PersonalaktSchey Joseph. Privatrecht 347
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938