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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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schließlichfolgendeReihung:primoetaequolocoWalkerundPisko,secundoet aequo loco Bartsch und Woess. Der Dekan betonte die Dringlichkeit der schnellenNachbesetzungunddenUmstand, dass »der Staatsschatzmöglichst wenigbelasteterscheint«,unteranderemdurchdenWegfalldesExtraordinariat Piskos, »denneinNachfolger für ihnwirdnicht vorgeschlagen«.69 d) HeinrichDemelius70 HeinrichDemelius kam am02.November 1893 als Sohn von Ernst Demelius und dessen Gemahlin Paula Freiin von Bach inMödling zurWelt. In seiner Familie hatten juristischeBerufe schon eine langeTradition: Sowarenbereits drei seinerUrgroßväter sowie beideGroßväter und seinVater im juristischen Bereich tätig. Zu seinenVerwandtenmütterlicherseits gehörte auch der lang- jährigeInnenministerAlexanderFreiherrvonBach.EineakademischeKarriere indenRechtswissenschaftenhattenbereitsseinGroßvaterGustavDemeliusund seinVater Ernst Demelius verfolgt: GustavDemelius hatte nach einerHabili- tation in Prag in den folgenden Jahren inKrakau, Graz undWienRömisches Rechtgelehrt; seinSohnErnstwar seit 1895Privatdozent fürZivilprozessrecht inWiengewesenundwar1897andieUniversitätInnsbruckberufenworden,wo er bis zu seinem frühenTod 1904 Zivilrecht unterrichtet hatte. In deren Fuß- stapfenfolgteHeinrichDemelius»wenigerausPassiondennausTradition«,71er studierte Rechtswissenschaften undwidmete sich bereits während seiner Ge- richtspraxis unter der Aufsicht vonMoritzWellspacher seiner wissenschaftli- chen Karriere. 1920 habilitierte sich Demelius. »Die folgenden drei Lustren warendurcheineanstrengende,aber fruchtbareundlehrreicheDoppeltätigkeit alsRichterundalsDozentgeprägt;dochzeigtesichschondamals,wiesehrdiese KombinationdemCharakterunddenAnlagenHeinrichDemelius’entsprochen hat.DennfernlagenihmstetsjedeSpekulationundjedesTheoretisieren;fürihn tratdasRecht,undzwardasgeschichtlichewiedasgeltende, stets inGestaltdes konkretenEinzelfallesauf,derhicetnuncinsachgerechterWeisezulösenwar.«72 Ab1935widmete sichDemelius ausschließlich seinerwissenschaftlichenKar- riere als außerordentlicher Professor für kaufmännisches Recht an derHoch- schule fürWelthandel inWien.1939 übernahmDemelius die Lehrkanzel für Handels-undWechselrechtdesvertriebenenJosefHupka.Erstellte imOktober 69 SchreibendesDekansandasUnterrichtsministeriumvom25.6. 1924,ÖStAAVA,Unterricht Allg.,Univ.Wien,Karton607,BürgerlichesRecht. 70 Die folgendenbiographischen InformationenwurdenOgris, HeinrichDemelius entnom- men.EinSchriftenverzeichnisbefindetsichinFrotz,Ogris,FSDemelius529–535,ergänzt durchOgris,HeinrichDemelius480. 71 Ogris,HeinrichDemelius476. 72 Ogris,HeinrichDemelius476 f. Die judiziellenFächer356
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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