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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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NebenseinerakademischenTätigkeitundseinemRichterberuf engagierte sich Klang auch in verschiedenenGesellschaften: sowar er desÖfterenBerichter- statter amDeutschen Juristentag, warMitglied derÖsterreichischen Richter- vereinigungundderWiener JuristischenGesellschaft. Nachdem»Anschluß« verlorKlang sowohl seineAnstellung alsRichter als auch seineLehrbefugnis.98SeineVersuche insAusland zuemigrieren scheiter- ten: So konnte er aufgrund seines Alters keineAnstellung in denVereinigten Staaten finden und bekam somit auch keine Einreisegenehmigung, für eine FluchtnachSchanghai fehlte ihmeinDurchreisevisumfür JapanunddieAus- reise nach Kuba ließ sich aus finanziellen Gründen nicht verwirklichen. Der VersuchmitHilfevonSchleppernnachUngarnzugelangenscheiterteanseinem betrügerischen Vertragspartner. 1942 wurde Klang nach Theresienstadt de- portiert, wo er bis zumEndedesZweitenWeltkrieges imdortigen »Ghettoge- richt«wirkte undnachEndederNS-Herrschaft dieHeimkehrderösterreichi- schenGefangenenorganisierte.Klangwarzwar1945 schon70 Jahrealt,wurde aber aufgrund des damaligenRichtermangels und auf Grundlage eines spezi- ellenGesetzes99 fürdenJustizdienst reaktiviertundzumSenatspräsidentendes OGHernannt. 1947wurde er den parlamentarischen Beratungen zumDritten Rückstellungsgesetz, das die Rückstellung von in der NS-Zeit entzogenem Vermögenregelte,beigezogenundauchzumerstenVorsitzendenderbeimOGH eingerichtetenOberstenRückstellungskommissionernannt.AnderUniversität Wienwurde er zumHonorarprofessor ernannt,übernahmerneut dieHeraus- gabeder»JuristischenBlätter«und initiierte, gemeinsammitdemInnsbrucker Zivilrechtler Franz Gschnitzer, die 2.Auflage des »Klang-Kommentars«, von demzu seinenLebzeiten allerdingsnur zwei Bände erschienen. ImApril 1952 heirateteHeinrichKlangdieWitweseinesBruders, FritzKlang,HeleneArtner, er verstarbam22. Jänner1954.100 g) Achill Rappaport Achill Rappaport kam am 12.Februar 1871 als Sohn vonMarkus undMarie Rappaport in Roman in Rumänien zurWelt. Die Familie übersiedelte später nachCzernowitz,woRappaport1881–1888einGymnasiumbesuchte.Von1888 bis1892studierteeranderUniversität inCzernowitzRechtswissenschaftenund promovierte 1893 zum JDr. Anschließend wurde er Advokaturskandidat. Ab 1.März 1896übte erdieTätigkeit einesRechtspraktikantenamk.k. Landesge- richtCzernowitzaus. 1897wurdeRappaportzumAuscultantenimSprengeldes 98 DiesenLebensabschnittKlangsbehandelnausführlich:Gößler,Niklas,Klang286–295. 99 G6.11. 1945StGBl234/1945betreffenddieAltersgrenzederRichter. 100 Gaugusch,Wereinmalwar1414. Privatrecht 361
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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