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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Oberlandesgerichtes Lemberg (für die Bukowina) ernannt, im gleichen Jahr erfolgte auch die Ernennung zum Gerichtsadjuctanten für Kimpolung [C– mpulung Moldovenesc/RO].101 1904 wurde ihm die venia docendi für Österreichisches Privatrecht an der Universität Czernowitz aufgrund seiner Habilitationsschrift»DieEinredeausdemfremdenRechtsverhältnis«erteilt.Mit a.h. Entschließungvom10.Mai1911wurdeRappaportderTitel eines ao.Pro- fessors verliehen. ImOktober 1912wurdeder 41-Jährige »über eigenesAnsu- chen [als Landesgerichtsrat] in den dauerndenRuhestand versetzt«.102 In den folgendenMonaten zogRappaport nachWien, er stellte bereits imNovember 1912das»GesuchumUebertragungseinerveniadocendivonCzernowitzandie hiesigeRechtsfakultät«,103 JosephScheyundMorizWellspachererstelltenhiezu Gutachten, endgültig erfolgte dieÜbertragung der Lehrbefugnis mit 7.März 1913.104 Im Personenstandverzeichnis der UniversitätWien105 schien Rappaport ab 1913/14 als k.k. Landesgerichtsrat in Ruhe und Privatdozent fürÖsterreichi- sches Privatrecht mit dem Titel eines ao. Professors auf. Stets lehrte er im Sommersemester Pfandrecht und imWintersemester Erbrecht. Außer seiner bereits erwähntenHabilitationsschrift verfasste er 1908auchnocheineMono- graphie »Über die beschränkte Geschäftsfähigkeit der Minderjährigen nach österreichischembürgerlichemRecht«und1911eine»ÜberdieBedeutungdes Titels für die Gültigkeit der Eigentumsübergabe nach dem allgemeinen bür- gerlichenGesetzbuch«; 1929 veröffentlichte er dasWerk »Rechtsfälle aus dem Erbrecht«.Am8.April1938wurdeRappaportsveniaausrassistischenGründen widerrufen; am 27.September 1938 wurde er aus der Kartei der Rechtsan- waltskammergelöscht.EremigriertenachGroßbritannien,woer1941inWales starb.106 101 Verordnungsblattdes Justizministeriums (Wien1897), http://www.archive.org/details/ver ordnungsblat04justgoog [06.12.2009/28.02.2010]. 102 Lebenslauf,ÖStAAVA,UnterrichtAllg., Univ.Wien, Karton 613, Personalakt Rappaport Achill. 103 KUMEvom7.3. 1913,ÖStAAVA,Unterricht Allgemein,Univ.Wien, Karton 613, Perso- nalaktRappaportAchill. 104 KUMEvom7.3. 1913,ÖStAAVA,Unterricht Allgemein,Univ.Wien, Karton 613, Perso- nalaktRappaportAchill. 105 PersonalstandverzeichnisderUniversitätWien1913/14. 106 http://www.geni.com/people/Achill-Rappaport/6000000007014454745#/tab/timeline [28.02.2010].SeineGemahlinJenny,geb.Sommer,warbereitsimSeptember1917anKrebs gestorben.DerEheentsprangenzweiKinderMaxEgonundMargarete.Vgl. auchSauer, Reiter-Zatloukal,Advokaten1938, 276. Die judiziellenFächer362
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938