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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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f) GuidoStrobele-Wangendorf Guido Strobele (bis 1919: von)Wangendorf268wurde 1883 in Bozen geboren, studierte inGrazundInnsbruckundwurde1911zumRichterernannt.Ab1913 arbeitete er im Justizministerium, wo ermit legislativen Angelegenheiten im Handels-undWechselrecht,imArbeitsrechtundInsolvenzrechtbeschäftigtwar. SowareretwaderRedaktorderobengenanntenHandelsgesetznovelle1928und österreichischerDelegierterbeiderGenferWechselrechtskonferenz1930. »Der Erfolg, den die Genfer Konferenz auf demGebiete der Vereinheitlichung des Wechselrechtes erzielte«,269beeinflusstedie schon1928parallel dazubegonne- nenBemühungen, auchdas Scheckrecht zu vereinheitlichen. Ein vomVölker- bund ausgearbeiteter Entwurf wurde auf derKonferenz 1930 abgelehnt, dafür eine zweite Konferenz vorbereitet, welche vom 23.Februar bis 19.März 1931 abermals inGenf tagteundsowiedie ersteKonferenz insgesamtdreiVerträge beschloss, von denen wiederum der erste ein einheitliches Scheckrecht, der zweite dieKollissionsnormen enthielt, der dritte denGrundsatz, dass Scheck- verpflichtungenvonden Stempelgesetzenunabhängig seien.270Wiederumwar Strobele alsösterreichischerVertreter andenVerhandlungenbeteiligt. ZurückinWien,verfassteStrobeleeinefünfteiligeAufsatzseriezudenGenfer Verhandlungen,dieerinden»JuristischenBlättern«veröffentlichteundineiner leichterweitertenFassungauchseparatdruckenließundbeiderWienerRechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät als Habilitationsschrift einreichte. Auf GrundderbeidenhervorragendenGutachten,dieHupkaundPiskoerstatteten, beschlossdieFakultät–unterVerzichtaufProbevortragundKolloquium–die HabilitationStrobeles fürHandels-undWechselrecht.271 Im Justizministeriumstieg Strobele bis zumSektionschefderLegislativsek- tion auf. 1938wurde er in denRuhestand versetzt, die venia legendiwiderru- fen.2721945wurdeStrobelezumerstenPräsidentendeswiedererrichtetenOGH sowie zum Honorarprofessor der Universität Wien ernannt; nach dem Tod HeinrichKlangs1954wurdeerPräsidentderWiener JuristischenGesellschaft, er starb1960. 268 2.1. 1883–7.1. 1960; vgl.Hunna,GuidoStrobele-Wangendorf†. 269 Strobele,DieGenferScheckrechtsabkommen182. 270 Strobele,DieGenferScheckrechtsabkommen183. 271 ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton614,PersonalaktStrobeleGuido. 272 BMUE vom 17.5. 1938 Z 14984,ÖStA AVA, Unterricht Allg., Univ. Wien, Karton 614, PersonalaktStrobeleGuido. Handels- undWechselrecht 395
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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