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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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f) FritzBleiber359 Fritz Bleiber kam1898 inWien zurWelt undwidmete sich abdemWinterse- mester 1917 »orientalischen, geographischen und ethnographischen Studien, welche [er]mit der Erwerbung des philosophischenDoktorgrades auf Grund der Dissertation ›Der Sprachschlüssel des Scheich Mahmud ibn Adham‹ (Hauptfach Islamische Sprache und Literatur, Nebenfach Ethnographie) im Sommer1921abschloss.DaderursprünglichinAussichtgenommeneBeruf,die konsularische Laufbahn, durch denZusammenbruch derDonaumonarchie in unerreichbareFernegerückt schien, trat [er] imHerbst 1923 indenDienstder UniversitätsbibliothekWienund inskribierte [sich] gleichzeitig anderRechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät, um, [seiner] besonderen Neigung fol- gend, Völkerrecht zu studieren.« Im Sommer 1927wurde er zumDoktor der Staatswissenschaftenmit derDissertation »Die Stellung neutraler Staatsange- höriger imLandgebiet Kriegführender« promoviert. Es folgte eine dreijährige Studienpraxis in der Völkerrechtsabteilung des Bundeskanzleramtes-Auswär- tigeAngelegenheitenund1933»einStipendiumzurTeilnahmeandenSomm- erkursenderHaagerAkademie«.1934warer»alszeitweiligerMitarbeiterbeim Völkerbundtätig«.360Bereits1933stellteerdenAntragaufVerleihungdervenia legendi an dasWiener rechts- und staatswissenschaftlichen Professorenkolle- giummitderSchrift»DieEntdeckungimVölkerrecht«361.DieGutachtenwurden vonAlexanderHold-Ferneck undAlfredVerdroß erstattet. Diesbezüglich be- richtete der Dekan Ernst Schönbauer 1942: »Betreffs der wissenschaftlichen Leistungen trat schon bei der Habilitierung für Völkerrecht eine etwas ver- schiedeneBewertunghervor.Prof.BaronHoldwertetBleiber’sLeistungensehr hoch, bedeutend tiefer der zweite Ordinarius für Völkerrecht Prof. Verdross- Drossberg.«362DasdürftederGrund fürdas langeHabilitationsverfahrenBlei- bers sein –der Beschluss des Professorenkollegiums aufVerleihung der venia legendi erfolgte am12. Juli 1934, die BestätigungdurchdasUnterrichtsminis- teriumerstüber ein Jahr später am18. Juli 1935.363 Imgleichen Jahrwurde er 359 Die biographischen Angaben beruhen auf den Daten in: BArch (Berlin-Lichterfelde), R/4901/24248. 360 BiographischeNotizundatiert,BArch (Berlin-Lichterfelde),R/4901/24248, fol. 2280. 361 Bleiber,DieEntdeckung imVölkerrecht. 362 SchreibenSchönbauers andenReichsminister fürWissenschaft ErziehungundVolksbil- dungvom27.1. 1942,BArch (Berlin-Lichterfelde),R/4901/24248, fol. 2326. Ineinemwei- teren Schreibenvom30.9. 1939beschreibt SchönbauerBleiberswissenschaftlicheQuali- fikationwie folgt: »Bleibers wissenschaftliche Arbeitenwerden besonders von Prof. Dr. Hold-Fernecksehrhochgeschätzt.Prof.Dr.Verdrossbewertetsienichtsogünstig.«BArch (Berlin-Lichterfelde),R/4901/24248, fol. 2312. 363 Schreiben Bleibers an Dekan Schönbauer v. 29.4. 1939, BArch (Berlin-Lichterfelde), R/4901/24248, fol. 2310. Völkerrecht 543
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938