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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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namigen Lehrstuhl – allerdings hatten dieOrdinarien der PolitischenÖkono- mie,Böhm-BawerkundWieser,dieGrünbergnominierten,»dabeimannigfache Gegnerschaft innerhalb der Fakultät zu überwinden«, wie der Personalakt festhält:392Voltelini bemängelte die historische SchulungGrünbergs, Schrutka sprach sich gegen ein Ordinariat für ein Nebenfach aus; außerdem wurden prinzipielleBedenkengegeneine»Versorgungsprofessur«geltendgemacht.Die AbstimmungderKomiteesitzungergabschließlichdiePattsituationvon2:2.Da DekanSchwindvonseinemDirimierungsrechtkeinenGebrauchmachenwollte, überließman die Entscheidung demProfessorenkollegium.1919, als das Un- terrichtsressortdenSozialdemokratenunterstand,wurdeGrünbergschließlich mit dem Lehrstuhl Eugen Böhm-Bawerks (PolitischeÖkonomie und Volks- wirtschaftspolitik) betraut, bis er 1923alsGründungsdirektordes Instituts für SozialforschungnachFrankfurtberufenwurde. Carl Grünberg las zumBeispiel »Über nationalen und internationalen Ar- beiterschutz«, »Über Sozialismus (Entwicklungsgeschichte und Theorie der Bewegung)«undwar ab1919/20 zudemDirektordes Staatswissenschaftlichen Instituts. Zu den Studierenden des bekennendenMarxisten zählten unter an- deremMaxAdler, Otto Bauer, Karl Renner undRudolfHilferding, die für so- zialdemokratischePolitik inÖsterreichundDeutschlandbestimmendwurden. Grünberg fungierte im Studienjahr 1918/19, als nicht nur das Staatswissen- schaftlicheDoktoratsstudiumeingeführt, sondernauchdieFakultät fürFrauen geöffnetwurde,alsDekan.Erverstarbam2.Feber1940inFrankfurtamMainan denFolgeneines1928erlittenen schwerenSchlaganfalls. c) EugenSchwiedland393 EugenPeterSchwiedland,geborenam23.Oktober1863inBudapest,wurdeam 29.Oktober1887anderUniversitätWienzumJDr.promoviert.Danacharbei- tete er bei derWiener Kaufmannschaft und ab September 1888 in der versi- cherungstechnischen Abteilung des Innenministeriums, wo er die Arbeiter- versicherungmitgestaltete. 1890wechselte Schwiedland in die niederösterrei- chischeHandels-undGewerbekammerunderhielt 1900 für seineMitarbeit an neuenZolltarifendenTitel einesRegierungsratsverliehen. Seit 1888 war Eugen Schwiedland an der Leitung der französischen Mo- natsschrift »Revue d’ Êconomie Politique« beteiligt und lehrte ab 1891 am Technologischen GewerbemuseumNationalökonomie und Sozialpolitik. 1895 392 ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton610,PersonalsaktGrünbergCarl. 393 Vgl. UAW, Senat S. 304.1175 sowieÖStAAVA,Unterricht Allg., Univ.Wien, Karton 612, Personalakt Schwiedland Eugen. Näheres vor allem inWerner Filek-Wittinghausen, MichaelMartischnig, SchwiedlandEugenPeter, in:ÖBLXII (Wien2005)56 f. DiestaatswissenschaftlichenFächer554
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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