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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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nasiumsbesuchthatte,wechselteer ineineHandelslehranstaltunddurchlief in dendarauffolgendendrei JahreneinekaufmännischePraxisundMilitärdienst. Erst im Sommer 1878 holte er am Josefstädter Staatsgymnasium dieMaturi- tätsprüfungnach, immatrikuliertedannanderUniversitätWienundstudierte bis1882dieRechte.AlsseineLehrerführteervorallemCarlMengerundGeorg Jellinekan. Am21.April 1883 zumJDr. promoviert, arbeiteteViktorMatajabereits seit einigen Monaten als Konzipist in der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer,woerbis1890 tätigwar.Bereitskaummehralsein Jahrnach seiner Promotion, am 4.August 1884, erfolgte an der UniversitätWien seine Habilitation für PolitischeÖkonomiemit der Schrift »Der Unternehmensge- winn.EinBeitragzurLehrevonderGüterverteilunginderVolkswirtschaft«. In dendarauffolgendenJahrenhieltMatajaVorlesungenanderUniversitätundwar außerdem seit 1887 amTechnologischen GewerbemuseumDozent für Volks- wirtschaftundSozialpolitik.WeitereLehraufträgefürPolitischeÖkonomiehielt er imStudienjahr 1889/90 ander k.u.k.OrientalischenAkademie, ab 1900 als Supplent bereits an der neu eingerichteten Konsularakademie.576 Schließlich wurdeMatajaam22.März1890zumaußerordentlichenProfessorfürPolitische ÖkonomieanderUniversität Innsbruckernanntundfolgtedort imSeptember 1892alsordentlicherProfessorEugenvonBöhm-Bawerknach. 1892 wurde er jedoch auch zumMinisterialrat imHandelsministerium in Wien ernannt, umdemHandelsstatistischenDienst vorzustehen, unddeshalb vom Innsbrucker Lehramt enthoben. Allerdings ernannte ihn die Universität Wien imAugust 1897 zumHonorarprofessor fürPolitischeÖkonomie.Mataja hatte demnach keine Lehrverpflichtung, lehrte jedoch – sofern es seine Zeit erlaubte – in jenen JahrenüberdieGeschichte derNationalökonomie, dieGe- schichte des Sozialismus, sowieüberKredit- undBankwesen. Schon seit 1888 fungierte er an der Universität Wien in der staatswissenschaftlichen Staats- prüfungskommission. In den Jahren 1908/09, 1911 und nochmals kurzfristig im Jahr 1917 war Mataja Handelsminister. Dann wurde er k.k.Minister ohne Portefeuille und begründete 1918 das Ministerium für soziale Fürsorge; er gilt damit als der weltweit erste Sozialminister. 1914 bis 1917 warMataja zudem Präsident der StatistischenZentralkommission, 1919 bis zu seiner Pensionierung1922dann desneuenBundesamts für Statistik.AbdemSommersemester 1919unterrich- teteMatajabiszuseinemTodeam19. Juni1934auchwiederanderUniversität Wien. Er hielt stets dieVorlesung »Allgemeine vergleichende undösterreichi- sche Statistik« und botmanchmal das zugehörige Proseminar an,mitWalter Schiff gemeinsamauchdas»StatistischeSeminar«. 576 Vgl.ÖStAHHStA, Sonderbestände, Archiv derKonsularakademie, Schachtel 97,Mataja. Statistik 617
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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