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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Venia für Politische Ökonomie, was von den Gutachtern Philippovic´ und Menger positiv beschiedenwurde; imMärz 1899 erfolgte dieHabilitation. Im Mai 1901wurde SchiffsVenia auf das Fach Statistik erweitert und 1904 bean- tragte die Fakultät, ihm den Titel eines außerordentlichen Professors zu ver- leihen. DiesemGesuch kam dasMinisterium jedoch erst imMai 1910 nach. Doch bereits 1914 wurde Schiff der Titel eines ordentlichen Universitätspro- fessorsderPolitischenÖkonomieanderUniversitätWienverliehenundzählte unteranderemEduardMärzundAlfredKlahrzuseinenSchülern.SeitdemJahr 1900hatteSchiff außerdemeineVenia fürRechts-undVerwaltungslehreander Hochschule für Bodenkultur inne, seit 1901 ebendort auch für Volkswirt- schaftslehreundStatistik. In den Jahren 1908 bis 1919 warWalter Schiff neben seiner universitären Tätigkeit auchBeamterdesArbeitsstatistischenAmts imHandelsministerium, unteranderemunterViktorMataja.ReinhardMüllersprichtvom»Zweigespann Mataja-Schiff«, das für die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät oft gemeinsamdasStatistischeSeminaranbot,garalsdem»erstenHöhepunktder österreichischen Sozialstatistik«.578 Seit 1910 korrespondierendesMitglied der StatistischenZentralkommission, fungierte Schiff von 1919 bis zu seiner Pen- sionierung1922schließlichalsVizepräsidentdesBundesamtsfürStatistik.Trotz Ruhestandes nach 30 Jahren Staatsdienst war Schiff aber noch bis zu seiner politisch bedingten Entlassung 1934 als Konsulent leitender Beamter des Sta- tistischenAmtsderStadtWien. NebenseinerBeamten-undUniversitätslaufbahnwarWalterSchiffalsenger FreundLudoMoritzHartmanns inderWienerVolksbildung tätig undals sol- cherMitbegründerundleitenderVizepräsidentdesVolksheimsinOttakring.Ab 1909war er dort Fachreferent für Staats- undRechtswissenschaften; 1931 bis 1934geschäftsführenderLeiterdesVolksheims.AußerdemengagiertesichSchiff inderFrauenbildungundbegründete1912gemeinsammitAnnaPostelbergdas private»MädchengymnasiumfürerweiterteFrauenbildung«inderAlbertgasse in Wien-Josefstadt. In dieser Funktion brachte er im März 1916 im Unter- richtsministeriumdieDenkschrift »DieZulassungderFrauenzumjuristischen Studiumein«.579 Obwohlschonlangesozialengagiert(zumBeispiel imWienerSettlement580), warWalterSchiff lediglichvon1928bis1934MitgliedderSozialdemokratischen Arbeiterpartei und trat nach demFeber 1934 der illegalisiertenKommunisti- schen Partei bei. Deshalb wurde er nach dem Bürgerkrieg aus allenÄmtern entlassenund entsprechendwurde 1936 auchSchiffsAntrag aufVerlängerung 578 Müller, Schiff 12. 579 Vgl. Schiff, Zulassung. 580 Vgl.Grunwald, Jewishsettlements;Malleier,OttakringerSettlement. Statistik 619
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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