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Lehrbücher zumRechnungswesenundHandelskunde,darüberhinauswissen-
schaftlicheMonographien wie »Die Technik desWelthandels. Handbuch der
internationalenHandelskunde« (gemeinsammitRudolfSonndorfer, 4.Auflage
1912) oder »DieTechnikdeswirtschaftlichenVerkehrs« (1922).KlemensOttel
verstarbam13.November1945 inWien.
c) HeinrichRudolf Salvaterra604
HeinrichSalvaterrawurdeam6.September1885inWiengeboren,besuchtevon
1904bis 1910dieTechnischeHochschuleundwurde imJuli 1912 zumDoktor
der technischenWissenschaftenpromoviert. Er habilitierte ebendort 1926 für
das Fach »Chemische Technologie organischer Stoffe« undwurde imAugust
1932zumaußerordentlichenProfessorernannt.AnderRechts-undStaatswis-
senschaftlichenFakultätderUniversitätWienlehrteervon1925bis1932jeweils
im Sommersemester als Honorardozent »Warenkunde (chemische und me-
chanische Technologie der wichtigsten Produktionsprozesse)«. Sein bekann-
testesWerk ist eine Studie über »Rostschutz undRostschutzanstrich« (1931).
Salvaterraverstarbam24. Juli 1962.
I. Hygienekurse (TamaraEHS)
Heinrich Reichel605 gehörte zwar nie zum Personalstand der Rechts- und
Staatswissenschaftlichen Fakultät und seine Hygienekurse waren auch nicht
verpflichtend zu besuchen; da er aber imWintersemester 1919/20 und dann
ohne Unterbrechung vomWintersemester 1920/21 bis zum Sommersemester
1933 die zweistündige Vorlesung »Volksgesundheitslehre (Sozialhygiene) für
Juristen«undabdemWintersemester1923/24zusätzlichdas»Sozialhygienische
Seminar«anbot,soll imFolgendennäheraufihnundseineLehrveranstaltungen
eingegangen werden. Denn Heinrich Reichel zählte zu den bedeutendsten
österreichischenRassenhygienikern.AlsMitinitiatorbei eugenischenVereins-
gründungen und in leitender Funktion tätig, war er, ein Freund von Alfred
Ploetz, auchderersteVertreterÖsterreichs inder internationaleneugenischen
Bewegungundwirktemaßgeblich inder eugenisch geprägtenAusbildungvon
Amtsärzten, Fürsorgernundnicht zuletzt JuristenderZwischenkriegszeit.
Heinrich Reichel wurde am 15.Oktober 1876 in Wels geboren, besuchte
GymnasieninLinzundSalzburgundstudiertevon1895bis1901 inWien,Prag
und Heidelberg Medizin. Nach seiner Promotion am 12. Juni 1901 in Wien
604 Vgl.UAW, JPA391, SenatS304.1077.
605 Vgl. UAW, Senat S 304.1027;Mayer, Rassenhygiene; Exner, Bevölkerungswissenschaft.
Hygienekurse 631
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Titel
- Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Autoren
- Thomas Olechowski
- Tamara Ehs
- Kamila Staudigl-Ciechowicz
- Verlag
- V&R unipress GmbH
- Datum
- 2014
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-89971-985-7
- Abmessungen
- 15.5 x 23.2 cm
- Seiten
- 838
- Kategorie
- Recht und Politik