Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Recht und Politik
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Seite - 663 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 663 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Bild der Seite - 663 -

Bild der Seite - 663 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Text der Seite - 663 -

Staatswissenschaftlichen Fakultäten einander. Zwei Beispiele an zwischenfa- kultärerZusammenarbeit seienhiergenannt. 1. DieEntschließungbezüglichderRechtsangleichung (März1932) Die Frage der Rechtsangleichung anDeutschlandwar für die einzelnen Fach- vertreter stets ein aktuelles Thema, das nicht nur in wissenschaftlichen Auf- sätzenbehandeltwurde, sondernauch inderLehreerörtertwurde.Die akade- mischen Vertreter der Rechts- und Staatswissenschaften inÖsterreich enga- giertensichdabei indiversenArbeitsgemeinschaften. InsbesonderedieWiener Strafrechtswissenschafter unterWenzel Gleispach verfolgten diese Ideen, und offenbar von ihmgingderVorschlag aus, folgendeErklärung als gemeinsame Entschließung aller Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultäten Öster- reichs zuverkünden: »DieRechtsangleichungzwischendemDeutschenReicheundÖsterreich,ein Teil der Bestrebung, die kulturelle Einheit des deutschenVolkes auf allenGe- bieten gesellschaftlicher Betätigung zumAusdruck zu bringen, hat im letzten Jahrzehnt erfreuliche,wennauchvorerst nochbescheideneErfolge erzielt.Die Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultäten der österreichischen Hoch- schulen sind derÜberzeugung, dass die Arbeiten zur Rechtsangleichungmit grösstemEiferundNachdruckfortzusetzenseien.Dabeitatkräftigmitzuwirken gilt ihnenalsEhrenpflicht.«106 Er wandte sich im Februar 1932 an alle drei österreichischen Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultätenmit der Bitte, diese Erklärung imProfes- sorenkollegium zur Sprache zu bringen. Zur Motivation und Vorgeschichte dieser Idee schrieb er: »Der Plan zu diesem Schritt entstammt einer Bespre- chungimKreisederdeutsch-österreichischenArbeitsgemeinschaft,anderauch HerrnausdemReiche teilgenommenhaben.WirmöchtendurchdiesenSchritt zumAusdruckbringen,dassganzungeachtetdesRückschlagesaufdemGebiete der Zollunion, die Arbeiten zurDurchführung der kulturellen Einheit, insbe- sondere dieRechtsangleichung fortzuführen seienundder vielfach festzustel- lenden Lethargie und Entmutigung entgegentreten.« Bereits einen knappen Monat später warenGleispach alle drei zustimmendenBeschlüsse der Profes- sorenkollegienzugegangen,dieer inAbsprachemitdemObmannderDeutsch- österreichischen Arbeitsgemeinschaft, Julius Roller, »veröffentlichen, der Re- gierung überreichen und nach Berlin melden«107wollte. Die reichsdeutschen 106 UAGraz, Jur.Dek.1931/32, 516ex1931/32. 107 Schreiben Wenzel Gleispachs an Dekan Alfred Gürtler vom 18.2. 1932, UA Graz, Jur. Dek.1931/32, 516ex1931/32. GemeinsameAktionenderRechts-undStaatswissenschaftlichenFakultäten 663
zurück zum  Buch Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938"
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938