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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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über eingeleitete Verhandlungen bis zu deren endgültigemAbschlusse, sowie über Anträge an eine Oberbehörde bis zu der von der letzteren getroffenen EntscheidungStillschweigenzubeachten ist.«114DasProfessorenkollegiumder Wiener Fakultät befasste sich inder Sitzung vom6. Julimit der FragederGe- heimhaltungvonFakultätsbeschlüssenundkamzumErgebnis,dassabgesehen vonderWahrungdesAmtsgeheimnisseskeinegesetzlichenBestimmungendie Veröffentlichung von Fakultätsbeschlüssen einschränken.115 Dieser Meinung schloss sich auch die Grazer Fakultät an. Am18. Juli wurde über den Protest sowie das vomUnterrichtsministerium erfolgte Verbot der Kundmachung im Deutschlandsenderberichtet.116VonwemdieIdeedesProtestesstammt,wirdin denAktennicht erwähnt. Layer schriebdazu später: »MeineAntragstellung in der Fakultät, einen Protest gegen die durch eine Verordnung verfügte Aus- schaltung des Verfassungsgerichtshofes beim Bundespräsidenten zu erheben, fanddie Zustimmungder juristischenFakultäten aller dreiUniversitäten,war aber vonkeinemanderenpraktischenErfolgebegleitet, alsdenUrheberdieses Protestes missliebig zumachen.«117Über die Folgen für Layer wurde bereits berichtet.118 I. Konflikte zwischendenUniversitäten Spannungen zwischen der Universität Wien und den »Provinzuniversitäten« warenvorallemimBereichderfinanziellenAngelegenheitengegeben.Soführte derVersuchderSchaffungeinerwirtschaftlichenAutonomiederUniversitäten, die sog.LexKelsen, inden frühen1920er JahrenzuUnstimmigkeitenzwischen denUniversitäten.119EinweitererKonfliktbereichwardiesog.»WienerZulage«. SobekamendieWienerProfessorenzusätzlich zu ihremregulärenGehalt eine Zulage–1921machtedieseZulagefürordentlicheProfessoren3000Kronenaus. ImRahmenderDiskussionenzueinerBesoldungsreformkamfolgendeIdeeauf: »Es soll eine 10% betragende, in einigen Jahren auf 20% steigendeWiener ZulagevomkünftigenGrundgehaltoderaberes soll eine10prozentigeWiener ZulagevondenGesamtbezügeneingeführtwerden.«120–waseineErhöhungder 114 SchreibendesUnterrichtsministeriumsandieWienerFakultät,UAGraz,Jur.Dek. 1932/33, 954ex1932/33. 115 SchreibendesWienerProdekansandieGrazerFakultät,UAGraz,Jur.Dek.1932/33,954ex 1932/33. 116 AktenvermerkdesWienerProdekans,UAGraz, Jur.Dek. 1932/33, 954ex1932/33. 117 Lebenslauf,Z363/1934,AÖAW,PersonalaktMaxLayer. 118 Vgl. oben505–508. 119 Vgl. 39–41. 120 SchreibenandasUnterrichtsministeriumvom22.3. 1921,UAGraz, Jur.Dek.1920/21,841 ex1920/21. Konflikte zwischendenUniversitäten 665
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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