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Nach 1918
Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Seite - 172 -
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6 Die Verwaltung : Schwachpunkt der sozialen Kriegsbeschädigtenfürsorge Trotz aller Bemühungen und guten Absichten stellte sich bald heraus, dass eine soziale Kriegsbeschädigtenfürsorge, wie sie theoretisch konzipiert worden war  – eine Fürsorge, die am Einzelfall ansetzte und die Verletzten des Krieges ausreichend unterstützte  –, den Einsatz ganz anderer Mittel erfordert hätte. Die für die soziale Kriegsbeschädig- tenfürsorge geschaffene Verwaltungsstruktur war von Anfang an hoffnungslos über- fordert und finanziell unterdotiert. Anhand zweier Bespiele  – einer ersten Bestandsaufnahme, die im Frühjahr 1916 nur sehr dürftige Ergebnisse hinsichtlich der praktischen Einrichtung und Effizienz der Büros der k. k. Arbeitsvermittlung an Kriegsinvalide erbrachte, und einer inter- ministeriellen Besprechung, die sich im Mai 1917 mit den Landeskommissionen zur Fürsorge für heimkehrende Krieger befasste  – sollen im Folgenden die Probleme auf- gerollt und konkret dargestellt werden. Die Beschreibung der dann unter der Ägide des Ministeriums für soziale Fürsorge im Jahr 1918 unternommenen Reorganisation der administrativen Strukturen, die zwar vor dem Ende des Krieges nur mehr in Ansätzen verwirklicht werden konnte, aber nichtsdestotrotz die Grundlage für die Kriegsbe- schädigtenfürsorge der Nachkriegszeit legte, schließt dieses Kapitel ab. 6.1 Inspektion und Werbekampagne 1916 Robert Weiss, Vorstand der Wiener k. k. Arbeitsvermittlung an Kriegsinvalide und zugleich Konsulent des Innenministeriums in Fragen der Arbeitsvermittlung, begab sich in den Monaten März und Mai des Jahres 1916 auf Dienstreisen nach Brünn, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Laibach.1 Er musste feststellen, dass die Landesstellen der k. k. Arbeitsvermittlung an Kriegsinvalide an manchen Orten, wie zum Beispiel in Klagenfurt, ein Jahr nach ihrer Installierung noch nicht aktiv geworden waren und an 1 Brünn : AT-OeStA/AdR BMfsV Kb, Kt. 1553, Sa 8, 2745/1918. Linz : ebd., Kt. 1357, 2702/1918 ; ebd., Kt. 1357, 2550/1918. Salzburg : ebd., Kt. 1357, 2707/1918. Klagenfurt : ebd., Kt. 1357, 2722/1918. Lai- bach : ebd., Kt. 1357, 2728/1918.
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Die Wundes des Staates Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Die Wundes des Staates
Untertitel
Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Autoren
Verena Pawlowsky
Harald Wendelin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79598-8
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
586
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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