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dell vorhanden); — *„Sotrates nimmt
Abschied von seinen Freunden" (Basrelief,
in Marmor; bei H. Comello in Venedig);
— „Rückkehr des Telemach nach
Ithaka" (Basrelief im Modell); — „A m o r"
(dritte Statue, für den Irländer La Touche.
C. wiederholte die "-'BĂĽste davon 1792 fĂĽr den
FĂĽrsten von Au ersperg, blos modellirt in
Relief); —t 792. „Mausoleuni Clemens
XIII. lke22auit:o)" (in der St. Peterskirche
zu Nom, im Auftrage des röm. Senators
FĂĽrsten Abondio Rezzonico. Das Mau
solcnm stellt cinen Sarkophag vor, hinter
welchem der heil. Vater im Festkleide mit
gefalteten Händen auf einem Polster kniet.
Rechts vom Sarkophag die Religion, links
ein Genius mit gesenkter Fackel. Auf beiden
Basen, welche die ThĂĽr des Grabmals schlie-
ßen, zwei Löwen. Den Kopf des Genius fand
Frau von S ta '6 l so schön, daß sie in ihrer
„Corinna" den Oswald darnach ausmalte.
Fernow dagegen bemerkt hinsichtlich des-
selben Genius, daß er an das französische
Witzwort erinnert: »Oomkisn 6s 8tatu6Z
moäei'iiss priv6os ä'us st äs usrls us ss
soutionnent äohout Hus pÄrcäciu'eile« saut
äe xierro." Die Köpfe der Löwen sind fo
meisterhaft gearbeitet, baĂź eine Dame bei
deren Anblick leiser auftrat, „um sie nicht
aufzuwecken." — „H ekuba mit den troischen
Frauen im Tempel der Minerva" ; — „Tanz
der Söhne des A lc inous" ; — „S okra-
tes vor seinen Richtern"; — „K r i to u,
der dem 3 okrates die Augen schlieĂźt"
(alle vier Basreliefs und im Modell); —
^„Grabdenkmal der Famil ie War-
tens leben" (Marmor-Basrelief. Ein auf
einem Grabmal sitzender Engel, das trauernde
Haupt auf die rechte Hand gestĂĽtzt, zu seincu
FĂĽĂźen die ruhende umgestĂĽrzte Lcbensfactel;
zu Gyömrö, einem Dorfe des Pesther Comi-
tates. Vergl. Beilage zur „Donau" sZei-
tung in Wien) 185Z, Nr. 29, S. 115); —
1793. „Psyche mit dem Schmetterling in der
Hand" (Wiederholung fĂĽr Ritter Zu l i an ;
kam später als ein Geschenk Napoleons
in deu Besitz der verwitweten Königin von
Baiern); — „A m o r und PsYch e" (nach
der Fabel des Apulejns. Psyche liegt und der
hinter ihr kniende Amor von ihr umarmt,
beugt sich zu ihr nieder. Die erste Gruppe
kam in Besitz des Obersten Campbell, be-
fand sich später im Palast zu Compiegne);
— 4794. »„Monument des Admirals
Angelo Emo" (im Arsenal zu Venedig.
C. vollendete es 1794. Die Republik belohnte
den KĂĽnstler dafĂĽr durch Entscheidung vom
19. Sept. 1735 mit einer jährlichen Pension
v. Wurzb ach,biogr. Lexison. II . auf Lebenszeit und mit einer goldenen Denk-
mĂĽnze im Werthe von 100 Zechinen, welche
eigens für C. geprägt worden); — 4795.
„Venus und Adonis" (Gruppe in Mar-
mor. Zuerst im Besitz des Marchese Berio
zu Neapel; nach dessen Tode gekauft von
Oberst Favre iu Genf. Adonis ist unem-
pfindlich gegen die Neize der Göttin darge-
stellt. Als C. 27 Jahre später diese Gruppe
wiedersah, besserte er mit Favre's Erlaub»
niĂź 20 Tage am Adonis nach, man will be-
zweifeln, daĂź es zu dessen Vortheile gewesen.
Die Gruppe wurde in Neapel mit Festlich-
keiten empfangen. Sie ist von Bcrt in i in
Kupfer gestochen); — „Die gute Mutter"
(Basrelief im Modell); — „Die Werke
der Barmherzigkeit" (desgleichen); —
1790. „Amor und Psyche"(Wiederholung
der Gruppe aus dem Jahre 1793, kam durch
M urat nach Frankreich, später in den Besitz
der Kaiserin Joseph ine und von Malmai-
sou nach Petersburg, in Besitz des FĂĽrsten
Yufsupoff); — „Reuige Magdalena"
(Statue in Marmor, im Auftrage des Mon-
figuor Priuli, erft in Thon, dann in Marmor
ausgefĂĽhrt. Zuletzt kam sie in Besitz des Gra-
fen S o mm ariva nach Paris. Der Sici-
lianer Scrofani pries an dieser Statue
die Spielerei: daĂź der Marmor des Fleisches
an HĂĽften und Schenkeln beinahe polirt, im
Gesicht, am Halse und auf der Brust unge-
glättet, an der Ferse beinahe rauh gearbeitet
ist. An dieser Statue wandte C. eine Art von
Färbung an, um dem Marmor mehr Wärme
und Leben zu geben. Sie wurde von Ber-
t iu i in Kupfer gestochen. Vergl. Nsrcurs
1808 und ^ournai äe 1'Tinpiro 1808); —
*„Hebe" (Statue, die Schale der Hebe ist
vergoldet. Befand sich im Besitze des H. Vi-
vant Albriz zi zu Venedig, kam später unter
den Hammer; der Ausrufspreis war 7000 Thlr.
Diese Statue wurde, als sie nach Venedig
kam, von den ital. Poeten besungen. C. muĂźte
sie oft wiederholen, und zwar 1801 fĂĽr die
Kaiserin Ioscphine, diese kam dann nach
St. Petersburg; — 1814 mit einigen Ver-
änderungen für Lord Cawdor; — 1816 für
die Gräfin Giucciardini in Florenz.
Bert ini stach sie in Kupfer); - „Geflü-
gelter Amor" (Statue fĂĽr den FĂĽrsten
Yussupoff); — «79?. „Apollo" (kleine
Statue, fĂĽr den Grf. Soni m ariva in Paris);
— *„Roma schreibt um ein Bildniß";
— *„VenusmitdenGrazientanzend";
— *„Tod des Adonis" (nach Vion); —
«„Bacchus, den dieNymvheu Pflegen";
— «„SokratesundAlcibiadesbeiPo-
tidana" (alle fĂĽnf Arbeiten Basreliefs im
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon