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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 307 -
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Seite - 307 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

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307 falle mindestens zum Märtyrer gestempelt wor- den). —Böckh (Franz Heinr.), Wiens lebende Schriftsteller, Künstler und Dilettanten im Kunstfache (Wien 1321, B. PH. Bauer, 8".) S. 92 lenthält eine gedrängte Beschreibung der Sammlung vou Theaterstücken?c., welche C. besM. — In Schlot»tmanns Deut- sches Stammbuch schrieb C. das Folgende: Viel große deutsche Männer Sie Haben's nicht weit getrieben, Und sind meist in der Schule Im Schreiben zurückgeblieben; Es war wohl nicht die schönste, Die Schrift von Goeth e's Hand, Beethoven machte Haken, Die gar kein Mensch verstand. Ich schreibe rein und zierlich, Verwirre die Buchstaben nie, Doch wäre mir's lieber, ich schriebe So schlecht und so gut wie sie. Wien, "/z 852. Dr. Castelli. — Por t rä te : 1) Facsimile der Unterschrift s^. V. OksteUi. v. Saar xinx. F. Stöber so. ^vortreffliches Bild.) — 2) Ein anderes vor dem I. Bde. seiner in Berlin bei Duncker und HumÜlot 183Z in 6 Bdn. erschienenen „Ge- dichte". Einzige IdamaW vollständige Samm- lung. — 3) Facsimile der Unterschrift: I . F. Castelli (G. Decker piux. Stahlstich von Karl Mayer K. A. in Nürnberg). — 4) Li- thographie von Prinzhofer (Wien 1850) ssehr ähnNU. Casti, Johann Baptista (Dichter und P06t2 0685560 zu Wien, geb. zu PratoinToscana1721, gest. zu Paris im Februar 1803). Studirte am Sem'mar zu Montefiascone, wo er später auch Pro- fessor und au der Cathedrale dieser Stadt Canouicus wurde. Seinem Hange zu Reiseu folgend, begab er sich nach Paris, uud auf seiner Rückkehr über Florenz lernte ihn der Fürst Noseüberg, der Erzieher des Prinzen Leopold, nach- herigen Großherzogs uud Kaisers keuuen, fand an ihm Gefallen und brachte ihn nach Wien. Der Fürst stellte ihn dem Kaiser Io s eph II. vor, der au demgeist» reichen Prälaten Gefallen faud. C. blieb nun längere Zeit iu Wien, uud faud Ge- legenheit seiner Reiselust als Begleiter österreichischer Gesandtschaften ^- doch ohne Rang uud Titel — zu genügen. Auf diese Weise kam er uach Petersburg, Berlin, Madrid. In Petersburg nahm ihn die Kaiserin Katharina II. mit Auszeichnung an ihrem Hofe auf. Nun kehrte er wieder uach Wien zurück, und 1782 wurde er an der Stelle des ver- storbenen Metastasio zum ?06tk as- 82.r60 ernannt. Als solcher schrieb er 2 komische Opern: »I,a 6^otta H I>o/onio") worin seine Satire die Philosophen vom Haudwerk geißelt;Paisiello uud S a- l ier i setzten diese Oper in Musik; — uud den ))Ss^ ^6ixHo)-o") eine Episode aus dem „Caudide", wozu Paisiello seine lieblicheMusik componirte.Die dritte komi- sche Oper: „Oen-cme") die Verschwörung des Catalina behaudelud, uud worin Cicero's berühmte Rede: „ tg.n6.sm akutere Oktiling. Qostrg/ in eine ^rig. duM umgestaltet ist, ist nicht zur Aufführung gekommen. Als Ioseph II. , der dem italien. Dich- ter persönlich gewogen war, u. ihn oft in seine vertrauten Unterhaltungen gezogen hatte, starb, kehrte C a sti in sein Baterland zurück, wo er der Poesie huldigte. Im hohen Alter — im I . 1798 — begab er sich nach Paris, um seine ,^ »nm.<M H?a^> i" zum Drucke zu bringen. Nicht die vorgenannten Operntexte sind es, welche Casti's literarischeu Ruhm begründet, sonderu zwei andere Werke; eines da« von sind die: ^^o^slls galamti, in, ottavs (?aris 1793, Noiwi, s°.) , darin waren 12 Novellen enthalten. Später wurdeu sie von ihm bis auf 48 fortgesetzt ftme Ausgabe, Paris än IX (1801) 6 Bde,, 18°.; 1604,3 Bde. 8"., u. 1829,5 Bde. 32°.) Mert 3663). Es sind bald größere bald kleinere Erzäh- lungen iu fließenden 0tt>g.v6 rirnb z voll Witz, Laune und Spott, namentlich gegen deu Staud, dem er selbst angehörte, aber auch frivol, ja unstäthig. Man hat die " mit Boccaccio's ^vsoHme- verglichen, aber während jem 20*
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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