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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 327 -
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327 l- (Nd6näQi786). Alle diese Abhandlnngen in den verschiedenen Jahr- gängen der „NsssllieriHi ^tronoiuicIiS" abgedruckt; — „ O '^si-vaIione ^ l clima I,c)mbcl?-ciia" im 18. Bande der 5t3.1i3.n3." (6. 57); cie/la I,omba?-<iia" in der „ 6.6^ 11 r><tt<i äeiiö soienni äistridusioni clei pi'6m^ ä'in6.u3ti' 4"; — und „ FF^ in den ^ des I . 1806. Für den Stich einer Karte der Lombardie machte er die trigonome- trischen Berechnungen. Nachdem er erster Astronom des Mailänder Observatoriums und Director deZ k. k. lomb. Institutes der Wissenschaften u. Künste geworden, erlag er einer langen n. schmerzlichen Krankheit. , , 8°.) 8. 284^ 338. — Meyer (I.), Das große Conversa- tions-Le i^kon für gebildete Stände (Hildburg- hausen 1845, Bibl. Inst., Lex. 8°<) VII. Bd. 1. Abtheil. S. 987. Cesarotti, Melchior (Schriftstel- ler nnd Dichter, geb. zn Padna 15. Mai 1730, gest. ftach Ugoni^j zu Sel- vaggiano 4. Nov. 1808). Entstammt einer adeligen aber unbemittelten Fami- lie. Die Begierde sich zn belehren war früh in ihm erwacht und als ihn einst sein Oheim, ein Franziseanermönch, in die Klosterbibliothek einsperrte, kehrte er von seinem Wissensdurste getrieben freiwillig in diesesOefängniß zurück, das seiner Wiß- begierde so viele Nahrung bot. In Pa- dua vollendete C. seine Studien uud nahm später die Stelle eines Erziehers im Hanse Grimani in Venedig an. Dnrch seine Bekanntschaft mit dem Engländer Charles Sackville lernte C. die Dich- tungen Ossians kennen, die ihn so anreg- ten, daß er sie übersetzte. Lord John Stuart Graf von Bute, dem C. diese Uebersetzuug gewidmet, ließ sie in einer schönen Ausgabe erscheinen. Mit dieser Uebersetzung hatte C. seinen Ruhm be- gründet; er erhielt einen Nnf als Pro- fessor der griechischen Sprache und Lite- ratur an die Universität nach Parma, aber die venetianische Nepnblik wollte sich den so schnell berühmt gewordenen Mann nicht nehmen lassen und verlieh C. 1768 eine Professur der griechischen und hebräi- schen Sprache an der Universität zu P a- dua. Im Herbste besuchte C. gewöhnlich Venedig, nur im 1.1786 machte er eine Reise nach Florenz, Nom u. Neapel uud bekanut ist die treffende und lakonische Charakteristik, die C. von den 3 Städten entwarf ^Lx. Win. II. 5. 209); „Florenz ist das Cabinet des Geschmackes, Rom die Königin der Künste, Neapel der Gar- ten der Natur". Nur noch einmal unter- nahm C. eine Reise nach Mailand, als ihn die Paduaner, gegen welche Napo- leon aufgebracht war, dahin schickten, um sie mit dem Kaiser zu versöhnen. Der Kaiser nahm C. huldvoll auf. Sonst brachte er seine ganze Zeit in Padna oder anf feinem Land gute Selvaggiano, immer mit seinen literarischen Arbeiten oder mit der Pflege feines Gartens beschäftigt zu. In Betreff des letztern war C. nicht sehr glücklich uud sein Gärtner pflegte zu sa- gen: „jede Pflanze zittere von oben bis unten, so oft der Herr mit aufmerksamen Blicken an ihr vorübergehe". Sein Bio- graph Barbieri schreibt über ihn: „C. studirte ohne Unterlaß Tag und Nacht und was noch mehr ist, nach Tische, und zwar mehrere Stunden hintereinander, auch in seinem Alter, so daß er mit erhitz- tem Gesichte nnd wie träumend davon aufstand. Nie setzte er sich zum Schreiben, bevor er nicht deu Bau seiner Arbeit um« rissen, die einzeluen Theile derselben be- zeichnet und sogar die Perioden schon ins- geheim in seinem Kopfe verarbeitet hatte." Als Mensch war C. wenngleich ein Gelehr-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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