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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 345 -
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345 übersetzt, erhielt er die Professur der Ge- schichte nnd Geographie an der Olmützer Cadetencompagnie, avancirte 1820 zum Major, kam später in's Inf.-Reg. Nr. 9 nach Galizien, nnd trieb namentlich hö- here Mathematik. Im Drucke erschien von ihm: „Nrm5 Vlwtignngz - Sqstem, vder dü2 Gleichgewicht zwischen Angreifer nnd Verthu- digrr" (Wien 1828, Schaumburg, gr. 8. mit 24 lith. Plan in gr. qu.-fol.). I m I . 1832 wnrde er Oberstlieutenant nud trat im Sept. 1834 in den Ruhestand. I m I . 1841 wählte ihn die Commnne Zengg zum Stadtrichter, welcher Stelle er dnrch acht Jahre vorstand. C. hatte auch für die große Kettenbrücke über die Donau zwischen Pesth und Ofen einen Entwurf ausgearbeitet und vorgelegt, worin er Beweise seiner seltenen Kenntnisse in der höheren Mechanik u. Baukunde gegeben. Oestr. Militär-Konversativns-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) I. Bd. S. 690. Valentin (Schrift- steller, geb. im Marktflecken Iasl iska im Sanoker Kreise Galiziens 13. Februar 1798, gest. auf seinem GuteWietrzna, Iasloer Kreises 23. Dec. 1846). Er studirte zuerst in Przemvsl, später in Lemberg, wo er die höheren Studien ab- solvirte. Vom 1.1816 bis 1819 unter- stützte er seinen älteren Bruder in der d. i. Lemberger Gedenkblatt, des ersten wissenschaftlichen und für jene Zeit sehr gediegenen Journals in Galizien. Als später dieses Zeitblatt zu erscheinen auf- hörte , und Ch.'s Bruder nach Warschau übersiedelte, gab er selbst im I . 1820 in Lemberg ein ähnliches Blatt, uuter dem Titel „I>52020tg. I^owskk") d. i. Lem- berger Biene, heraus, die mannigfaltigen Localschwierigkeiten besiegend. Später ließ er seine Artikel im „kkinitztuil^ Halio^iski", d. i. Galizisches Gedenkblatt, in den yNosra^tosoi") d. i. Miscellen, und anderen periodischen Schriften er- scheinen. Znletzt im 1.1830 veröffent- lichte er das Sammelwerk ^llä1io2g.uin") welches in der polnischen Literatur in Galizien einigermaßen Epoche macht. Mit fremden Literaturen und besonders mit der deutschen vollkommen vertraut, nahm er sich vor, seine Landsleute vor Allem mit dem Wesen der deutschen Phi- losophie (gegen welche zu jener Zeit eine Antipathie in Polen herrschte) bekannt zn machen. Zn diesem Ende schilderte er in einer Abhandlung ihre Nothwendigkeit, den aus ihr entspringenden Nutzen und gab später auch einen Abriß derselben von Kant bis auf die neueste Zeit heraus. Ueberdies ließ er in zwei Bänden werthvolle Abhandlungen über Aesthetik und Philologie, sowohl eigene als auch Arbeiten des Johann Nep. Kaminski ; die schönen Gedichte des Alexander Graf Fredro und kleinere Arbeiten in Ver- sen und in Prosa der jüngeren galizisch en Schriftsteller drucken, welche er an sich zu ziehen, durch sein Beispiel anzueifern und zn einem wissenschaftlichen Ziele zu vereinigen verstand. Ch. selbst besaß eine vielseitige Bildung, seine Arbeiten zeich- nen sich durch Leichtigkeit und Klarheit in der Darstellnng, durch gründliches Urtheil, scharfen Witz und wahren Humor aus. I u seinen jüngeren Jahren schrieb er kleinere Gedichte, oder übersetzte deren aus den deutschen Dichtern Gel l ert, Mathisson, Herder, Schil ler und anderen. Später arbeitete er auf dem Felde der Aesthetik und verfaßte in diesem Fache ein Werk, welches bisher ungedruckt geblieben. Seine humoristischen Artikel, unter diesen: „0sio^ d. i. Der Esel, eine historisch-psychologische Skizze, abge- druckt im „Album für die Rzeszower Abgebrannten" im Jahre 1844, und andere, welche größtentheils noch unge- druckt geblieben, sind einzig in ihrer Art. Seine Reisen durch Europa beschrieb er
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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