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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 136 -
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136 Für die Kirche seines Geburtsortes zeich- nete er die Pläne und vollendete die Mo- delle und für die Gemeinde zeichnete er eine genaue Karte für die Eigenthums- waldungen. Er starb, 80 Jahre alt, ehe die Nassereither Kirche vollendet war, für welche er den Hochaltar unentgeltlich zu arbeiten vorhatte. Volts- und Schützen-Zeitung (Innsbruck, 4«.) 1854 (IX. Jahrg.) Nr. ö4: „Erinnerung an Joseph Falbesoner von Nassereith." Flllger, Anton (Zeichner und Li- thograph, geb. zu Elbigenalp in Tyrol 1791). Zeigte früh großes Talent für Kunst und ging in's Ausland, wo er sich so ausbildete, daß seine Arbeiten Auf- sehen erregten und er sogar einen Ruf nach London erhielt. F. arbeitete meh- rere Jahre in München und in Weimar, besonders werden seine Copien nach Callots Kupferstichen gerühmt. Nach» dem er sich durch seine Arbeiten ein Ver- mögen erworben, kehrte er in seine Hei- mat zurück und lebt seit vielen Jahren wieder zu Elbigenalp im Lechthale, wo er sich theils mit dem Unterricht im Zeich- nen beschäftigt, welchen er fähigen Söh- nen seiner Landsleute ertheilt; theils aber seine reichen Sammlungen verschiedener Art vermehrt und ordnet. In Falgers Sammlungen ist ganz Lechthal vertreten, alle Schmetterlinge, Holzarten, Minera- lien , Versteinerungen u. f. w. kurz alle Merkwürdigkeiten seines Vaterlandes in den besten und seltensten Exemplaren be- finden sich darin. Ein berühmter Schwei- zer Naturforscher hat Falg er zu Ehren eine Versteinerung nach ihm benannt. Dann hat F. die ehemaligen Thaltrach- ten theils in zufällig noch vorhandenen einzelnen Stücken, theils durch Zeichnun- gen nach Beschreibung der Alten oder nach Votivtafeln gesammelt. Auch hat er 2 treff- liche Reliefkarten von Tyrol und dem Lech- thal mit großer Genauigkeit angefertigt. Volls- und Schützen-Zeitung für Tyrol und Vorarlberg 1856 (XI. Jahrg.) Nr. 35: „Aus dem Lechthale. Graveur Falger und fein Haus." — Bozner Zeitung 1856, Beilage zu Nr. 25. — Tirottsches Künstler - Lexiton (Innsbruck 1830, F. Rauch) S. 46. — Nagler (G. K. Dr.), Neues allg. Künstler-Lexikon (München 1835 u. f., 8°.) IV. Bd. S. 237. Falter, Giovanni (Knnftmäcen, geb. zu Venedig 1710, gest. ebenda 2l). Juli 1808). Aus einer vornehmen Pa- trizier-Familie stammend, bekleidete er selbst hohe Staatswürden, war Senator und Einer des Rathes der X. Mehr je- doch als diese Verdienste sichern ihm die Gönnerschaft und Unterstützung, welche er dem großen Canova (s. d. II. Band S. 251) augedeihen ließ, die Erinnerung der Nachwelt. Falier wurde auf das seltene Talent des Knaben, damals Kü- chenjunge, aufmerksam, brachte ihn zu Gius. Bernardi, genannt i l Toretto in die Lehre und behielt ihn nun sorg- fältig im Auge. Als Canova später mit seinem Meister nach Venedig übersiedelte, nahm ihn Falier in sein Haus wie einen Angehörigen auf, sorgte für seine fernere Ausbildung und erwarb ihm denZutritt in derGallerieFarfetti(s.d.), welche reich an Sculpturen war, wodurch Canova sich nach den besten Mustern bilden konnte. So unterstützte er mit Rath und That den aufstrebenden Künstler. AlsCanova nach Rom ging, empfahl er ihn an den venezianischen Gesandten in Nom, Giro- lamo Zulian, und mit diesem vereint erwirkte er vom Senat für Canova die Unterstützung von jährlichen 300 Duca- ten auf die Dauer von 3 Jahren. Ca- nova wechselte mit seinem Gönner Briefe, welche sich im Besitze von Em. Ant. Ci- cogna befinden. Canova's für Falier gemeißeltes Monument kam erst 1822, nach Canova's Tode, nach Venedig (siehe: Canova II. Bd. S. 260 „Sculpturen C.'s aus dem I. 1803"). ,2. oaä.nt2, äolia. repnbblica
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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