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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 140 -
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140 lichen Dienst als Schullehrer versehen uud sich große Verdienste als solcher erworben. Nach seinem Tode hinterließ er dem Chor der Achenthaler Kirche eine sehr bedeutende Sammlung musikalischer Werke, darunter nicht wenige seiner eigenen Compositionen. Volks- und Schützen-Zeitung für Tyrol und Vorarlberg 1855. Beilage Nr. 4, Ersatzblatt für den Monat Jänner: „Aus dem Achen- thale. Ein wackerer Lehrer." Fllllmerayer, Jacob Philipp (Ge- lehrter, geb. zuTschötsch im Bezirk Brixen 10. Dec. 1790). Sohn eines armen Landmanns, kam er 1803 in das Casstaneum, ein Chorknaben-Institut, das unter der Leitung des Priesters Val. Forer trefflich gedieh. I n Salzburg, später in Landshut setzte F. seine Stu- dien fort, sich besonders auf Sprachen, Geographie und Archäologie verlegend. Die Ereignisse des Jahres 1813 riefen den Jüngling zu den Waffen; als zweiter Adjutant des Generals Spret i that er sich besonders bei Hanau hervor und zog mit den siegreichen Heeren nach Paris. 1815 aus Frankreich rückgekehrt und mit seiner Compagnie nach Lindau verlegt, setzte er nun seine Studien fort, erhielt 1818 eine Professur am Gymnasium zu Augsburg. 1821 zu Landshut, 1826 die Lehrkanzel der Geschichte an der Univer- sität der letztern Stadt. Die Beantwor- tung der zu Kopenhagen 1823 gestellten Preisfrage über die Geschichte des Groß- komnenischen Kaisertums Trapezunt, lenkte zuerst die allgemeine Aufmerksam- keit auf den Gelehrten. F. erhielt den Preis in einer 40 dänische Ducaten schwe- ren Medaille. Im I . 1831 bereiste er als Begleiter des russ. Generals Grafen Oftermann-Tolstoh den Orient, an Ort und Stelle jene Studien vervollstän- digend, welche er in seinen spätern Wer- ken veröffentlichte. 1833 kehrte er über Italien nach Deutschland zurück. Nun wurde er ordentliches Mitglied der histo- rischen Classe der Akademie der Wissen- schaften zu München. 1840 unternahm er seine zweite Reise nach dem Orient, von welcher er 1842 heimkehrte; und 1847 seiue dritte. Im Mai 1848 erhielt er den Ruf an Görres'Stelle als Pro- fessor der Geschichte an die Hochschule von München. Von München wurde F. in's Frankfurter Parlament gewählt und 1849 wegen Theilnahme an den Stuttgarter Beschlüssen seines Lehramtes enthoben. Den Winter 1849 auf 50 lebte F. in Appmzell und St. Galleu, dann einige Zeit in München, seit 1851 in Südtyrol. Außer zahlreichen Correspondenzen in der allgemeinen (Augsburger) Zeitung, welche sich durch ihre Tüchtigkeit und Freimüthigkeit unter der Chiffre F. be- merkbar machen, gab F. selbständig her- aus : „Geschichte des Nmserthnms zu Grapejnnt" (München 1827, 4".), die obenerwähnte Preisschrift; — „Geschichte der Halbinsel Muren mährend des Mittrlaltrrs", 2 Theile (Stuttgart 1830 und 36, gr. 8".); — „Velchen Ginßnss lMe die Besetzung Griechen- land« durch die Alanen ant das Schicksal der Stallt Men nnd der VandschaN Httika?" (Stuttgart 1835, gr. 8".); — „Fragmente ans dem Grient", 2 Bde. (Ebenda 1845, gr. 8°.); — „Nenkschriit über chulgutha und das heilige Grak" (München 1852, gr. 4". mit einer Tafel). Auch enthält das Wiener Blatt „Donau" (1857 eingegangen) im Jahr- gange 1855 zwei bemerkenswerthe Ar- beiten Fal lmerayers: „Ueber die mien- wisch.deutsche Frage" (Nr. 394, 396, 398) und „Ueber die.Snknntt des nsmanischrnAeichez" (Nr. 544. 546, 548, 552, 556). F. hat eine bisher nicht gekannte Ansicht über die neugriechische Nationalität, u. z. sie als eine slavische erklärend, aufgestellt, welche Behauptung mehrere, darunter wissenschaftliche Gegenschriften znr Folge gehabt, wodurch dieselbe einer endgiltigen Fassung offen geblieben ist. Staffler (Ioh. Jakob), Das deutsche Tyrol
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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