Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 185 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 185 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4

Bild der Seite - 185 -

Bild der Seite - 185 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4

Text der Seite - 185 -

in seinem Hanse antrug, und ihn selbst mit den nöthigen Geldmitteln unterstützte. Er hatte nun in seiner Ausbildung so große Fortschritte gemacht, daß er von dem Maler Alexander Thiele eine Ein- ladung erhielt, zu ihm nach Dresden zu kommen. F. säumte nicht, seine Kunst- reise anzutreten. 18. Oct. 1718 verließ er Wien. Mehrere Jahre hatte F. in Sachseu verlebt und große Fortschritte in der Kunst gemacht, als er eine Wande- rung nach London zu machen beschloß. In London verliebte sich F. in die Toch- ter eines armen Porträtmalers und diese Liebe war die Quelle aller seiner künfti- gen Leiden. Kaum ward das Mädchen seine Gattin, als sie ihm durch ihre Ränkesucht und unerträglichen Launen die bittersten Stunden bereitete nnd durch ihren Hang zur Verschwendung ihn dem Bettelstäbe nahe brachte. F. verlor durch diese Verbindung das dem Künstler so nöthige Gut einer knmmerlosen Lage. Er mußte nun schnell arbeiten, und, um Geld zu gewinnen, seine Arbeiten tief unter ihrem Werthe verkaufen. Dieser nagende Kummer, der mit ihm zu Bette ging und mit ihm erwachte, untergrub seine Gesundheit und führte im Alter von 51 Jahren seinen Tod herbei, den er sich, wie er an seinen Freund Thiele schrieb, sehnlichst gewünscht hatte. Nach dem „Neuen Zeitungs- und Conversa« tions-Lexikon" (Wien 1812, gr. 8°.), wurde er vor seinem Hause todt liegend gefunden. Seine Oelgemälde sind selten. Die Belvedere - Gallerie besitzt von ihm zwei Oelbilder auf Kupfer gemalt, italie- nische. Jahrmärkte vorstellend mit vielen kleinen Figuren und Gruppen. Er malte Landschaften, Marinen, Fischereien, Marktscenen, Stillleben u. d. m. Die Landschaften feines Lehrers und Freun- des A. Thiele staffirte er mit Figuren, und besitzt deren mehrere die Dresdner Gallerie. Viele seiner Bilder wurden 185 von tüchtigen Kupferstechern als Wag- uer, Th. Major, Couchs, Kei l l , Geyser, Bivarez u. A. in Kupfer gestochen. F. selbst gab eine kleine Suite radirter Blätter: „ 6^7-ici /a t t i ^ ^.^." (I^onäon 1726, 8 Vlätt.) heraus, welche äußerst selten sind, und Landschaften, Ruinen, Fontainen mit niedlichen Figu- ren vorstellen. Wiener Modezeitung, herausgeg. von Schickh 1835, S. 1209: „Franz Ferg. Ein Beitrag zu Oesterreichs Kunstgeschichte" von Bubik lmit der unrichtigen Bemerkung, daß Fergs Biographie in Graf fers Oestr. National- Encyklopädie fehle, sie befindet sich daselbst, wie die folgende Nachweisung zeigt). — Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer und Czikann), (Wien 1835) VI. Bd. und Suppl. S. 436. — Dlabacz (Gottfried Johann), Allg. historisches Künstler-Lexikon für Böhmen (Prag 1815, 4".) I. Bd. Sp. 388 lnach diesem 1698 geb., was unrichtig und überhaupt schwer zu erklären ist, wie der in Wien geborne und gebildete Ferg in das Lexikon böhmischer und mährischer Künstler kommt). — Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler - Lexikon (München 1835 u. f., 8°.) IV. Bd. S. 280. — Fio- r i l lo ( I . D.), Geschichte der zeichnenden Künste in Deutschland und den vereinigten Niederlanden (Hannover 1815 u. f., gr. 8".) lnennt den Künstler zu wiederholten Malens. — Mül ler (Fr. Prof.), Die Künstler aller Zeiten u. Völker (Stuttgart 1857, Ebner und Seubert, Lex. 8°.) I I . Bd. S. 30 lmit Bei- fügung feines Monogrammes!. — Annalen der bildenden Künste für die österr. Staaten, herausg. von H. Rud. Fueßl i (Wien 1801, Schaumburg) I. Thl. S. 7. — /lu^stloT^, I^6ttro ä nn ainäwur p. 180—88. — De§- oamFsi Vi65 äs5 reineres ükmauäs, »He- maucls s«. IV. Lä. 8.269 u. 5. sD e s camp s charakterisirt F. wie folgt: „F. stellte wie Berghem und Wouwermann ländliche Feste dar. Seine Gemälde sind mit Ruinen und schöner Baukunst geziert; der Marmor und die Steine sind weder trocken noch kalt. Das Colorit hatte auf früheren Bildern ita- lienische Warme und Gluth, aber dann be- obachtete er die Natur genauer und folgte ihrem Rathe. Seine Figuren sind mit Geist behandelt, ohne jedoch die Zartheit N5ouw er- mann s zu besitzen.") — Porträt. Unter« schrift: ^rkueisous li'erg natus Vinäooouas ävn. I^ouäwi AVOOXI. UN«
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich