Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 187 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 187 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4

Bild der Seite - 187 -

Bild der Seite - 187 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4

Text der Seite - 187 -

18? schiedsbesnch machte, erhielt er zum An denken das Gedicht: „Hermann und Do- rothea", in welchem von Goethe eigen- händig die Worte geschrieben stehen: „zum freundlichen Andenken an den Aufent- halt im Saalthale". Im I . 1818 kehrte F. nach Hause zurück, und ward zuerst Caplan beim Superintendenten Lowich in Neusohl, im I . 1820 Prediger in Szügy, wo er sieben Jahre als Seelsor- ger wirkte. Im I . 1827 wurde er zum Prediger nach Iolsva berufen. Hier ent- wickelte sich seine Thätigkeit für Kirche und Schule. Dreimal stand er an den Stufen des Thrones, um Hilfe bittend für seine Kirche. Er setzte sich mit den Vorstehern des Gustav Adolf-Vereins in Verbindung und empfahl ihnen arme durch Unglück heimgesuchte Gemeinden Ungarns. Endlich begab er sich im Jahre 1851 zur Hauptversammlung dieser Ge- sellschaft nach Hamburg. abgesandt und unterstützt vom District der Theißer Su- perintendenz, und im Jahre 1852 nach Wiesbaden. Als Schriftsteller seines Fa- ches schrieb er: „Ideen tiir die künftige Gesetz- gebnng der Protestanten in Ungarn" (Wien 1851, Sommer), welche Schrift seiner Zeit mehrfach besprochen wurde. In weitern Kreisen war er unter dem Na- men des „Wetterpropheten von Iolsva" bekannt, aber als Meteorolog, der auch die Grenzen seiner Wissenschaft kannte und würdigte, den Männern des Faches als fleißiger und genauer Beobachter nicht fremd. F. wurde ein Opfer der Cholera, die den zwar 62jährigen aber noch rüstigen Mann in 18 Stunden dahinraffte. Erscheint bald als Ferjentsek, Ferjentsik, Ferjencsik. — Protestantische Jahrbücher für Oesterreich, herausgeg. von Victor Hor- nyanßky (Pesth, 8°.) 1855, 7. Hft. S. 512: „Nekrolog" Iworin insbesondere F.'s Ver- dienste als Naturforscher gewürdigt Werdens — Pesth - Ofner Zeitung 1855, Nr. 176: „Samuel Ferjencsik, der Iolsvser Wetter- prophet." — Ungarische Post (Pefther Blatt) 1855, Nr. vom 31. Oct. — Blätter f. Geist, Gemüth und Vaterlandskunde. Beilage zur Kronstädter Zeitung 1856, Nr. 7, S. 28 ftach diesen geb. 4. Dec. 17931. -^ Lioveusks Ao- viu?, d. i. slovenische Neuigkeiten (Wien, Fol.) 1855, Nr. 90 ftach diesen geb. 1795). — Der Pesther Bote. Großer gemeinnütziger Kalender f. b. 1.1857 (Pesth, Landerer, 4°.) III. Jahrg. S. 62. Ferlendis, Joseph (Virtuos auf der Hoboe, geb. zu Bergamo 1755, gest.?). Sein Vater war zu Bergamo Professor des Violin- und Violoncello- Spiels. Von früher Kindheit zeigte Io- s ep h großes Talent für Musik und na- mentlich im Spiel der Hoboe. Nachdem er sich ausgebildet, folgte er einem Nufe als erster Hoboist an der damals berühm- ten erzbischöflichen Hofcapelle in Salz- burg. Nach zweijährigem Aufenthalt da- selbst ging F. nach Venedig, 1793 nach England u. z. mit dem berühmten Con- trebassisteu Dragonetti (s. d. III. Bd. S. 376), war aber 1800 wieder im Or- chester des Triester Theaters und unter- nahm dann mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen Knnstreisen. F. hat meh- rere Duette, Terzette, Quartette und Concerte componirt, welche den Bei- fall der Kenner gefunden haben; auch ist er der Erfinder eines Blasinstrumentes, welches unterdemNamen deseuglischeu Hornes im Concerte sich als sehr wirk- am beurkundet hat und das er übrigens selbst meisterhaft spielte. F.'s Gemalin, des römischen Architekten Barberi Toch- ter, betrat als Sängerin zuerst in Lissa- bon dieBühne und feierte große Triumphe, namentlich mit Crescentini (der sie auch unterrichtete) in der Oper „Pygma- lion"; 1803 sang sie in Madrid, 1804 in Mailand, wo sie in der Oper „II Vstto- 1ino" Furore machte; 1805 in Paris anf dem Theater der Kaiserin, wo sie namentlich in Fioravanti's „Okpi-ie- sH peutita" sehr gefiel. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhn^ hervor, welche
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich